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Smartphonemarkt: Samsung könnte Apple wieder von Platz 1 verdrängen
Der globale Smartphonemarkt wird in diesem Jahr um über 14 Prozent schrumpfen. Samsung soll derweil Apple wieder von Platz 1 schubsen, sagen Marktforscher.
Der Smartphone-Markt bleibt bis 2027 rückläufig, meint Counterpoint.
Die Speicherkrise hat den Smartphonemarkt bis 2027 weiter fest im Griff: Nach Prognosen des Marktforschungsunternehmens Counterpoint belasten bis auf Weiteres höhere Komponentenkosten, eine geringere Verfügbarkeit preisgünstigerer Geräte und eine geringere Kaufkraft der Verbraucher die Nachfrage. Das Unternehmen erwartet, dass die Marktbedingungen bis ins Jahr 2027 schwierig bleiben, wobei die Auslieferungen voraussichtlich um weitere 1,4 Prozent sinken werden. Erst 2028 könnte eine stärkere Erholung einsetzen.
Counterpoint identifiziert dabei die hohen Preise für Speicherchips, die sich seit dem vergangenen Jahr vervielfacht haben, als auch steigende Preise für Chipsätze als Problemfaktoren. Letztere erhöhten vor allem die Preise in den Premium-, Mittelklasse- und Legacy-Segmenten. Besonders der Budget-Bereich leide unter den hohen Preisen.
Der leitende Counterpoint-Analyst Yang Wang erklärt: „Der Rückgang im Jahr 2026 ist nicht nur auf eine vorübergehende Nachfrageschwäche zurückzuführen. Steigende Komponentenkosten zwingen die Hersteller dazu, Produkte und Konfigurationen aus dem Sortiment zu nehmen, die wirtschaftlich nicht mehr rentabel sind, insbesondere im unteren Preissegment.“
Die Marktforscher erwarten, dass der Abschwung im Smartphonegeschäft die Wettbewerbslandschaft neu gestalten werde. Samsung könne dabei in diesem Jahr wieder die Führungsposition im weltweiten Smartphonemarkt einnehmen und die aktuelle Nummer 1 Apple ablösen.
Ursache für Samsungs potenzielle Rückkehr an die Spitze sei „auf die Leistungsfähigkeit im Bereich der internen Komponenten, das breite Produktportfolio sowie die etablierten Beziehungen zu Netzbetreibern und Einzelhändlern zurückzuführen“, sagt Wang. Counterpoint erwartet für Samsung in diesem Jahr ein sanftes Wachstum um etwa 0,8 Prozent, womit sich der Hersteller gewissermaßen gegen den Trend des rückläufigen Gesamtmarktes bewege.
Für Apple prognostiziert Counterpoint wiederum für das Jahr 2026 einen kleinen Rückgang bei den Auslieferungen von etwa 2,1 Prozent, bevor sie 2027 erneut um rund 2,8 Prozent wachsen könnten. Apple profitiere weiterhin von seiner Premium-Positionierung, der Kundentreue, den Finanzierungsmöglichkeiten und dem bevorzugten Zugang zu wichtigen Komponenten, so die Marktforscher. Laut Counterpoint machten teurere Smartphones dem jüngsten „Handset Sales Tracker“ zufolge im ersten Halbjahr 2026 satte 29 Prozent des Gesamtmarktes aus. Apple konnte allein für sich 65 Prozent des Premium-Marktes beanspruchen. „Premium“ sind dabei Geräte, die mindestens 600 US-Dollar kosten – Apples iPhone liegt üblicherweise deutlich darüber.
Berichte sagen voraus, dass Apple im September sein erstes faltbares Smartphone auf den Markt bringen wird. Einen massiven Einfluss auf den Markt sehen die Marktforscher jedoch noch nicht, da Apple das neue Gerät womöglich nur im „hohen einstelligen Millionenbereich“ absetzen könnte.
Counterpoint hat außerdem einen Blick auf die sechs großen chinesischen Player geworfen, die aus Honor, Huawei, Oppo (inklusive OnePlus und Realme), Transsion (Tecno, Infinix, Itel), Vivo und Xiaomi bestehen. Für diese soll das Jahr 2026 noch schwerwiegender sein: Counterpoint prognostiziert für die Hersteller einen Rückgang von 15 bis 34 Prozent. Dabei variiere das Ausmaß des Rückgangs je nach Unternehmen erheblich.