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Auf dem Weg zu KI-Rechenzentren im All: SpaceXAI zeigt „Starmind“
Der 150-Kilowatt-Satellit SpaceXAI AI1 bringt eine angepasste Version des KI-Systems Nvidia Vera Rubin NVL72 ins All und speist es mit Solarstrom.
Der Satellit SpaceXAI „Starmind“ AI1 hat KI-Rechner an Bord.
Elon Musks Firma SpaceXAI hat technische Details zum „Starmind“-Projekt für KI-Rechenzentren in Weltall präzisiert. Der erste Satellit AI1 soll Nvidia-Technik in einer sonnensynchronen Umlaufbahn (Sun-Synchronous Orbit, SSO) betreiben.
Starmind AI1 hat auf 70 Metern Spannweite Solarzellen mit zusammen 150 Kilowatt Spitzenleistung (250 Watt pro Quadratmeter). Sie speisen wassergekühlte KI-Server vom Typ Nvidia Vera Rubin NVL72 mit einer mittleren Leistung von 120 Kilowatt. Die Abwärme des Wassers strahlt ein Radiator mit 110 Quadratmetern Fläche ins All ab.
KI-Rechenzentren im Weltall sieht Elon Musk als Schritt auf dem Weg der (irdischen) Menschheit zu einer „galaktischen Zivilsation“ gemäß der Kardaschow-Skala. Dafür sind unter anderem gigantische Mengen an Halbleitern nötig, weshalb SpaceXAI mit Partnern auch an sogenannten „Terafabs“ arbeitet.
Die KI-Rechenzentren in Satelliten sollen von der Sonnenenergie in der sonnensynchronen Umlaufbahn profitieren. Auch andere US-amerikanische KI-Giganten wie Alphabet/Google und Amazon haben Pläne für KI-Rechenzentren im Weltall. Diese sind allerdings aus mehreren Gründen umstritten. Manche Kritiker bezweifeln, dass sie überhaupt technisch umsetzbar sind. Andere warnen vor weiterer Schädigung der Erdatmosphäre und einer tiefgreifenden Veränderung des Nachthimmels. Auch Nvidia-Chef Jensen Huang äußerte sich am Jahresanfang noch kritisch zu KI-Rechenzentren im Weltall, kassierte dann aber prompt einen Rückgang an der Börse. Seitdem zeigt er sich offener.
SpaceXAI will den ARM-Prozessor Nvidia Vera auch allgemein für agentische KI-Workloads einsetzen. Außerdem will SpaceXAI die Infrastruktur hinter seiner KI Grok um Nvidia Vera Rubin erweitern.
Auf der SpaceXAI-Website zu „Starmind“ findet sich allerdings der Hinweis, dass der Satellit AI1 auch andere KI-Hardware an Bord nehmen kann: „Compute provider interchangeable“. Beispielsweise arbeitet Terafab außer an KI-Chips für autonome Tesla-Fahrzeuge (AI5) und den humanoiden Roboter Tesla Optimus (AI6) auch am D3 (wohl für „Dojo 3“), der in Satelliten zum Einsatz kommen soll.
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