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Gartner: Halbleitermarkt erreicht 2026 Umsatz von 1,6 Billionen US-Dollar
Die Marktforscher von Gartner sehen ein weiter ungebremstes Wachstum des globalen Halbleitermarktes voraus, angetrieben durch KI – vor allem bei Speichern.
Durch die ständig steigenden Investitionen in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz erlebt auch der Markt für Halbleiter einen anhaltenden Boom. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner hervor. Vor allem mit Speicherbausteinen machen die Chiphersteller immer bessere Geschäfte, andere Bereiche wachsen viel langsamer.
So sollen im Jahr 2026 mit Speicherchips weltweit 837 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden, 2027 soll dieser Bereich dann über eine Billion US-Dollar erreichen. Für die gesamte Halbleiterbranche sieht Gartner im laufenden Jahr einen Umsatz von 1,6 Billionen US-Dollar voraus, was gegenüber 809 Milliarden im Jahr 2025 eine Steigerung von 92 Prozent ergibt. DRAM und Flash machen der Erhebung zufolge bereits 2026 über die Hälfte des gesamten Umsatzes der Chiphersteller aus.
Bei diesen beiden Bauformen gibt es 2026 auch die größten Umsatzsteigerungen: um knapp 247 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei DRAM und rund 372 Prozent bei Flash-Bausteinen. Die Chiphersteller konnten also nicht nur beim Hauptspeicher, sondern vor allem auch bei SSDs deutlich höhere Preise durchsetzen. Das ist auch am Markt für Endkunden zu beobachten, wo sich die Kosten für DIMMs und SSDs in den vergangenen zehn Monaten vervielfacht haben. Bei SSDs wurden die Kostensteigerungen offenbar nicht im Verhältnis zu den Preissteigerungen für die Chips weitergegeben. Weil Smartphones und Notebooks durch die Speicherkrise teurer und weniger verkauft werden, könnte es bei SSDs schon 2027 leichte Entspannung geben.
„KI-Infrastruktur hat die Dynamik des Speichermarktes grundlegend verändert“, sagt Gartner-Analyst Shrish Pant. Das Wachstum des Umsatzes im Speichermarkt soll seinen Beobachtungen zufolge auch 2027 und darüber hinaus weitergehen. In seiner Mitteilung zur aktuellen Studie merkt Gartner auch an, dass der Ausbau der Chipfabriken bei den Speicherherstellern das Verhältnis von Angebot und Nachfrage im kommenden Jahr nicht wesentlich verändern soll. Wie bereits berichtet, dürfte die Speicherkrise also auch mindestens im kommenden Jahr anhalten. Die DRAM- und Flash-Hersteller feiern sei Monaten einen Umsatz- und Gewinnrekord nach dem anderen.
Deutlich langsamer wächst der Markt für andere Halbleiter, wo CPUs, GPUs und dedizierte KI-Beschleuniger das finanziell größte Volumen ausmachen. Dieser bei Gartner „Nonmemory“ genannte Bereich soll 2026 von 589 auf 718 Milliarden US-Dollar wachsen und 2027 dann rund 865 Milliarden erreichen. Das entspricht im Vergleich von Jahr zu Jahr Steigerungen von 22 und 20 Prozent – also nicht einmal ein Zehntel des Wachstums bei DRAM.
Den Ausbau von KI-Rechenzentren sieht Gartner weiterhin als größten Faktor für das Wachstum des Halbleitermarktes. Bereits 2026 sollen 36,5 Prozent des weltweiten Umsatzes der Chipbranche aus KI-Investitionen sein, 2030 sollen es 53 Prozent sein.
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