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heise+ | 50-TByte-Festplatten in Sicht: Die Roadmap der großen Speicherhersteller
Seagate, WD und Toshiba profitieren von der Speicherknappheit. Für das 2027 sind die ersten Laufwerke mit 50 TByte Speicherplatz angekündigt.
Seagate liefert aktuell Laufwerke mit bis zu 44 TByte Kapazität aus. Im nächsten Jahr kommen die ersten Modelle der dritten HAMR-Generation mit über 50 TByte.
SSDs sind Festplatten zwar bei Datentransferrate, Latenz und Kapazität weit überlegen, doch bei den Kosten pro Terabyte bleiben Festplatten konkurrenzlos. Wer viele Daten möglichst energie- und kosteneffizient speichern möchte, greift daher weiterhin zu den mechanischen Massenspeichern. In der Folge des KI-Booms waren die Produktionskontingente von Western Digital (WD) und Seagate für 2026 weitgehend frühzeitig verkauft; bei Toshiba dürfte die Lage ähnlich sein.
Seagate liefert seine Mozaic-4+-Plattform mit bis zu 44 TByte bereits in großen Stückzahlen an zwei nicht namentlich genannte Hyperscale-Cloudfirmen aus. Die Laufwerke arbeiten mit Heat-Assisted Magnetic Recording (HAMR): Ein winziger Laser auf den Schreibköpfen erhitzt die Plattenoberfläche lokal sehr kurz vor dem Schreiben. Dadurch lassen sich magnetisch besonders stabile, sehr kleine Bits dennoch mit vertretbarer Magnetfeldstärke umpolen. Seagate erreicht mehr als 4 TByte pro Scheibe und bleibt bei zehn Platten pro 3,5-Zoll-Laufwerk.
Der nächste Sprung ist schon terminiert: Ende 2027 will Seagate erste Mozaic-5+-Laufwerke mit mehr als 5 TByte pro Scheibe zur Kundenqualifizierung ausliefern. Bei weiterhin zehn Scheiben ergibt das Festplatten der 50-TByte-Klasse. Nach der Validierung bei OEMs und Cloud-Betreibern soll die breitere Verfügbarkeit folgen; das dürfte eher 2028 als 2027 geschehen. Langfristig hat das Unternehmen Laufwerke mit bis zu 100 TByte im Blick.
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