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Xiaomi Xring O3: Der erste Mobilprozessor mit LPDDR6-Speicher und Mali-G2-GPU
In ersten Tests ist der chinesische Mobilprozessor Xring O3 enorm effizient. Es gibt allerdings Vorbehalte.
Im Bild: Der Kameraring des Xiaomi 17 Ultra mit Leica-Branding.
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Die chinesische Firma Xiaomi stellt ihren zweiten selbst entworfenen Mobilprozessor vor. Vor allem die CPU-Kerne des Xring O3 haben es auf dem Datenblatt und in einem ersten Test in sich: fast so schnell und effizient wie Apples A19 Pro und besser als Qualcomms Snapdragons, Samsungs Exynos-Modelle und Mediateks Dimensity-CPUs. Apple war früher so weit vorn, dass selbst eine Annäherung an die letztjährige Prozessorgeneration bemerkenswert wäre.
Es gibt allerdings einen großen Vorbehalt: Der erste Test dazu stammt zwar vom renommierten chinesischen Youtube-Kanal Geekerwan, allerdings auf Basis eines Entwicklerboards. Zum einen kann die Performance in einem Smartphone aufgrund der eingeschränkten Kühlung ganz anders aussehen. Zum anderen wäre möglich, dass der Kanal ein besonders gut laufendes Prozessorexemplar erhalten hat.
Sollten sich die Testergebnisse bewahrheiten, würde das jedoch für Xiaomis Designfertigkeiten sprechen. Vor allem Google sähe mit seinen Pixel-Smartphones im Vergleich alt aus, starteten beide Firmen die Prozessorentwicklung doch mit ähnlichen Rahmenbedingungen und Zielen.
Im Xring O3 sitzen insgesamt zehn CPU-Kerne: zwei C1-Ultra mit hoher Singlethreading-Leistung (4,35 GHz), gleich vier C1-Premium (3,6 GHz), also leicht abgespeckte Ultra-Kerne, und vier C1-Pro (3,15 GHz).
Xiaomi geht den Trend mit, die kleinste ARM-Kernklasse wegzulassen und stattdessen niedrig getaktete Performance-Kerne (C1-Pro) als Effizienzkerne einzusetzen. Das kostet zwar Chipfläche, steigert entgegen der Namensgebung allerdings die Leistung pro Watt mit der richtigen Spannungskurve.
Etwas überraschend handelt es sich um die ARM-Kerngeneration vom letzten Jahr, während die Konkurrenz bald auf die Nachfolgerserie C2 setzen dürfte. Insbesondere der Vergleich mit Mediateks Dimensity 9500 zeigt allerdings, dass ein C1-Ultra-Kern nicht gleich C1-Ultra-Kern ist. Trotz gleicher ARM-Variante unterscheiden sich das Transistor-Layout und die Leistung deutlich.
Im Vergleichs-Benchmark Geekbench 6 etwa misst Geekerwan eine teils 30 Prozent höhere Effizienz zugunsten des Xring O3, obwohl beide Prozessoren den gleichen N3P-Fertigungsprozess von TSMC verwenden. Bei 10 Watt elektrischer Leistungsaufnahme etwa schafft der Xring O3 fast 13.000 Punkte und der Dimensity 9500 knapp 10.000. Abseits der eigentlichen Kerne können die Firmen etwa die Kommunikation zwischen den Kernen optimieren.