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Dragon’s Dogma 2 Dark Arisen: Es weht ein Hauch von Skyrim durch Norgan
Die eisige Erweiterung verzichtet auf einen Riesen-Megadungeon und punktet dafür mit weitläufigen Schneegebieten, frischem Loot sowie neuen Skill-Slots
Ich gebe zu: Dass Dark Arisen für Dragon’s Dogma 2 keine eigene Version der Insel Finstergram erhalten würde, hat mir einen kleinen Stich versetzt. Ich verbinde zu schöne Erinnerungen mit diesem bitterbösen Insel-Dungeon des ersten Dark Arisen und fand: Wenn schon den Namen noch einmal nutzen, dann gefälligst auch das Konzept spiegeln. Nun, dazu kommt es bekanntlich nicht, und ich werde mich damit arrangieren müssen.
Dark Arisen ist eine große Erweiterung für das Action-RPG Dragon's Dogma 2 von Capcom. Der DLC führt euch in die eisige Bergregion Norgan, erweitert das Kampfsystem um zusätzliche Skill-Slots und bringt ein neues Loot-System für Relikte ins Spiel.
Nachdem ich gut eine Stunde in Capcoms Hamburger Büros selbst meine Nase ins frostige Norgan stecken durfte, bin ich aber doch froh, dass sich dieses Dark Arisen in die Weite erstreckt, statt sich in die Tiefe dieser Welt zu buddeln. In diesem bergigen Landstrich dominieren visuelle Referenzen an Skyrim eine wahnsinnig dichte Atmosphäre. Verfallene Burgruinen locken in die Ferne, bärbeißige Beorcaner-Krieger stapfen wie Möchtegern-Dovahkiin durch diese Weiten. Oft flankieren sie gewaltige Wölfe, die euch anfallen, sobald sie euch sehen. Beim Anblick der klirrend kühlen Gletscherflüsse möchte man sich ihre Pelze direkt um den Hals wickeln.
Es hat sich wahnsinnig gut angefühlt, nach den Wald- und Wüstenregionen des Hauptspiels mal eine andere Seite des Dragon’s-Dogma-Universums zu entdecken: Obwohl eine nordisch angehauchte Gegend sicher keinen Innovationspreis gewinnt, versprüht auch Norgan wieder einen schönen “Sense-of-Place”, der das gute Reise-Feeling, für das Dragon’s Dogma bekannt ist, bestens stützt.
Analog zum Dark Arisen des ersten Teils dreht sich auch in der Erweiterung für Dragon’s Dogma 2 viel um neues Loot, das ihr erst von einem Experten bewerten lassen müsst, bevor ihr es nutzen könnt. Tatsächlich ließ die überwältigende Mehrheit der gefällten Gegner diese sogenannten Relikte fallen, bei denen ihr immer nur grob wisst, dass es sich etwa um eine “Leichtwaffe” oder einen “Helm der Stufe 1” handelt. Für Details und das Recht, sie gemäß ihrem angedachten Zweck zu Felde zu führen, müsst ihr sie aber bei einem NPC bewerten lassen. Dafür lasst ihr einige Riftkristalle springen und könnt die Ausrüstung dann einsetzen, verkaufen oder einlagern.
Im ersten Dragon's Dogma (2012) war "Dark Arisen" eine Erweiterung, die Spieler in den gnadenlosen, riesigen Dungeon der Insel Finstergram schickte. Der neue DLC für Teil 2 übernimmt den Namen, setzt aber auf weite Schneelandschaften statt unterirdischer Höhlensysteme.
Tatsächlich hatte ich schon nach kurzer Zeit eine Menge Zeug einstecken, das dankenswerterweise nur optisch mein Inventar zumüllte. Das Gewicht der Items vor der Bewertung ist zum Glück verschwindend gering. Man kann es sich also leisten, eine Weile auf Beutefang zu gehen und dann mit prall gefülltem Säckerl eine Siedlung zu besuchen, in der jemand wohnt, der sich mit dem Bestimmen von Relikten auskennt.
Neben Welt und Loot ist das andere große Ding von Dragon’s Dogma 2 Dark Arisen das überarbeitete Skill-System, bei dem ihr bis zu sechs statt der zuvor nur vier Skills zugleich ausrüsten könnt. Rückblickend wirken die nur vier aktiven Skills des Basisspiels tatsächlich wie eine etwas zu eng geschnürte Corsage. Zumal jede Laufbahn in der Erweiterung auch noch neue Fähigkeiten erhält, die sich zum Teil auch aus besonders mächtigen Exemplaren der neuen Ausrüstung speisen. An manchen Moves hängt man einfach und es wäre schade, wenn man sie hinausrotieren müsste, um den Neuen Platz zu machen. Ein guter Zug von Capcom also. Ich werde mich schnell daran gewöhnen, Kreis und Dreieck sowie Kreuz und Quadrat gleichzeitig zu drücken, um die beiden zusätzlichen Fähigkeiten zu lancieren.
Doch das ist nicht alles. An