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Resonance: A Plague Tale Legacy im Test: So schön rendert die Zouna-Engine das Story-Spiel
ComputerBase hat sich die PC-Version von Resonance: A Plague Tale Legacy mit Zouna-Engine angesehen. Neben Grafikkarten-Benchmarks stehen Analysen zu Nvidia DLSS und AMD FSR im Fokus. Das Spiel zeigt sich im Test technisch in guter Form. Vor allem die Grafik fährt stellenweise regelrecht zu Hochform auf, aber es gibt ein Aber.
Und weiter geht's mit A Plague Tale. Das französische Entwicklerstudio Asobo Studio hat nach A Plague Tale: Innocence und A Plague Tale: Requiem (Test) mit dem neuen Resonance: A Plague Tale Legacy aber nicht nochmal „dasselbe Spiel neu“ herausgebracht, sondern das Gameplay grundlegend geändert. Nun stehen Kämpfe und Rätsel im Vordergrund, die von der Story getragen werden.
Auch die Technik hat sich bei Resonance: A Plague Tale Legacy weiterentwickelt. Zwar kommmt nach wie vor die hauseigene Zouna-Engine zum Einsatz, die bereits beim Vorgänger für schöne Welten gesorgt hat. In dem neuen Teil wurde aber noch einmal an zahlreichen Schrauben gedreht und das mit Erfolg. Resonance: A Plague Tale Legacy sieht stellenweise atemberaubend aus.
Die große Stärke der Optik sind dabei Außengebiete, Gesichter und Charaktere. Sie fallen stellenweise unglaublich schick aus und gehören zur Referenzklasse. Da kann kaum ein anderes Spiel mithalten, das ist absolut beeindruckend. Darüber hinaus ist die künstlerische Gestaltung gelungen, sie setzt die Kampagne gut in Szene. Es gibt aber auch eine andere Seite.
So gut Gesichter und Außenwelten auch sind, die Animationen können da nicht mithalten. In den Zwischensequenzen sind sie nicht schlecht, aber eben nicht mehr erstklassig. Das wirkliche Problem ist aber ein anderes: Die Grafikqualität nimmt in Innenräumen oder dann, wenn die Sonne von einem Objekt völlig oder teils verdeckt wird, sichtbar ab.
Der Grund dafür ist schnell gefunden: Die Entwickler setzen auf traditionelles Baked Lighting, das „handgetuned“ wird. Das soll ressourcenschonender als modernes Raytracing arbeiten.
Potenziell funktioniert das in Resonance: A Plague Tale Legacy auch gut. Die Levels sind mal kleine, mal größere Schlauchlevels und dynamische Objekte gibt es nur wenige. Und auch das Wetter ist immer gleich in den Gebieten. Darum klappt dies in den Außenlevels mit direkter Sonneneinstrahlung auch gut – wenn auch nicht perfekt.
In den anderen Gebieten fällt das Kartenhaus aber zusammen, hier hat die Rasterizer-Beleuchtung die üblichen Schwächen: Objekte im Dunkeln leuchten oder Schatten fehlen gänzlich. Das ist unrealistisch und der Kontrast leidet sichtbar darunter.
Auch die Screenspace-Reflexionen, von denen es teils eine Menge in dem Spiel gibt, haben die üblichen Probleme. Die Außenwelten sind zwar unglaublich hübsch. Doch wischt man aus Versehen eine Screenspace-Reflexion weg oder sieht eines der üblichen Artefakte, ist das dann eben weniger schön.
Sprich: Ja, auch wenn der reine Rasterizer-Ansatz in Resonance: A Plague Tale Legacy aufgrund der Auslegung des Spiels ganz gut funktioniert, eine moderne und dynamische Raytracing-Beleuchtung mitsamt RT-Reflexionen würde die Qualität noch einmal um eine Stufe anheben. Hier wäre es schön gewesen, wenn die Entwickler diese optional eingebaut hätten.