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Donnerstag: Bundestag mit Urheberrechtsproblem, Nvidia mit neuen Rekordumsätzen
Bundestagsarchiv eingeschränkt + Nvidias Rekordaussichten + Digitalisierung von Xbox-Discs + Amazon kauft DuckDB-Entwickler + iPhone-Event in Kürze + #heiseshow
Der Webseite des Deutschen Bundestages fehlen plötzlich Archivinhalte. Dahinter stecken Probleme mit dem Urheberrecht, denn der Bund besitzt wohl nicht alle Rechte an den archivierten Webseiten. Eine Lösung wird gesucht, denn Millionen von Dateien müssten manuell geprüft werden. Derweil nähert sich Nvidia der Marke von 100 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz. In drei Monaten will das Unternehmen sie knacken, denn die Geschäfte mit KI-Rechenzentren wachsen weiter. Diese Aussichten lassen das Börsenpendel ins Plus schwingen. In die Zukunft gerichtet ist auch Microsofts neue Funktion „Disc2Digital“, mit der Xbox-Discs zu digitalen Spielen werden. Diese können dann auch auf anderen Plattformen gespielt werden. Xbox-Insider können dies ab 31. August ausprobieren. Es werden zunächst aber nicht alle Xbox-Titel unterstützt – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Seit April gibt es auf der Bundestagswebsite das Onlinearchiv für die Jahre 2005 bis 2016 nicht mehr. Damit fehlt plötzlich ein Teil der Bundestagsgeschichte. Von Beratungsvorgängen bis zu den Abgeordnetenbiografien sind Inhalte verschwunden: das sogenannte Webarchiv, mit dem die Inhalte der jeweiligen Legislaturperioden des Parlaments zum Ende der jeweiligen Zeiten in einer Art Raum-Zeit-Kontinuum tiefgefroren und für die Nachwelt konserviert werden. Bei Zugriffsversuchen erfährt man: „Das ‚Web-Archiv‛ mit den Internetseiten des Deutschen Bundestages aus den Jahren 2005 bis 2016 ist aus urheberrechtlichen Gründen seit dem 17. April 2026 nicht mehr online.“ Es geht dabei um möglicherweise fehlende Bildrechte in PDF-Dateien, die ein Abmahnrisiko bergen: Der Deutsche Bundestag hat Urheberrechtsprobleme.
Nvidia wächst unentwegt. Inzwischen steht das Unternehmen bei 96,2 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz in den drei Monaten bis 26. Juli. Der Umsatz entspricht 18 Prozent mehr als in den drei Monaten zuvor und 106 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der meiste Umsatz kommt wie gewohnt von KI-Rechenzentren. Das Unternehmen wächst, weil Chipauftragsfertiger TSMC kontinuierlich seine Produktionskapazität ausbaut und Nvidia höhere Preise verlangen kann. Im jetzt angelaufenen dritten Geschäftsquartal erwartet Nvidia 108 Milliarden US-Dollar Umsatz. Die Börse zeigte sich zunächst zurückhaltend, doch nachbörslich ist das leichte Minus aufgrund der besser als erwarteten Umsatzaussicht in ein Plus umgeschwenkt: Nvidia will bald 100 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz knacken.
Microsoft hat die Funktion zur Digitalisierung physischer Xbox-Discs offiziell bestätigt. Informationen zu „Disc2Digital“ waren zuvor bereits durchgesickert, jetzt hat der Konzern die Pläne offengelegt. Demnach können Mitglieder des Xbox-Insider-Programms, die gleichzeitig Besitzer von Spielen auf Discs sind, ab 31. August digitale Fassungen dieser Spiele bekommen. Allerdings sind nur Discs für Xbox One und Xbox Series X dafür geeignet, Xbox 360 und die Original-Xbox bleiben außen vor. Zunächst werden nicht alle Xbox-Spiele unterstützt, aber Microsoft verspricht, weitere Titel mit der Zeit hinzuzufügen. Nächste Woche beginnt der Konzern aber mit „Tausenden von Titeln“, die von Xbox-Insidern digitalisiert werden können: Microsofts Disc2Digital-Funktion für Xbox-Spiele ab 31.8. für Insider verfügbar.
Amazon.com übernimmt die niederländische Firma Duck Labs. Sie ist die treibende Kraft hinter dem Datenwerkzeug DuckDB, das sich ursprünglich als effiziente relationale SQL-Datenbank für Datenanalysen einen Namen gemacht hat. DuckDB samt Duck Lake und Quack selbst soll als Open-Source-Projekt mit MIT-Lizenz unter Führung der weiterhin unabhängigen DuckDB Stiftung erhalten bleiben. Dem US-Datenkonzern geht es offensichtlich um die gut 30 Mitarbeiter der in Amsterdam ansässigen Firma Duck Labs. Diese soll als eigenständige Organisation unter d