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Simple E-Rechnungen per iPhone und Mac: Tool für Selbstständige verfügbar
Qwit vom deutschen Entwickler encoder GmbH kombinierte PDFs mit E-Rechnungen und erlaubt einen einfachen Versand samt Dokumentation.
Auch wenn erstaunlich wenig Unternehmer vorbereitet zu sein scheinen: Am 1. Januar 2027 ist ein wichtiger Stichtag in Bezug auf die E-Rechnung. Ab diesem Termin müssen Firmen und Einzelunternehmer mit einem Umsatz von 800.000 Euro und mehr das von den Finanzämtern vorgegebene neue elektronische Rechnungsformat nutzen, wenn sie Geschäftskunden etwas in Rechnung stellen wollen. Denn letztere könnten dann Summen ab 250 Euro (brutto) nur noch dann steuerlich ansetzen, wenn die Rechnung digital in einem bestimmten Standard vorliegt.
Technisch ist es hierzulande eigentlich gar nicht so schwer: Das verwendete Format besteht aus XML-Code in Textform, das sich auch mit einem PDF kombinieren lässt, es gibt weder eine vorgeschriebene Verschlüsselung noch eine verpflichtende digitale Signatur. Allerdings tun sich Firmen trotzdem immer noch schwer mit der passenden Software. Für Mac- und iPhone-Nutzer gibt es nun eine neue Lösung eines Entwicklers aus Heidelberg, der den Umstieg vereinfachen soll: Qwit richtet sich insbesondere an Selbstständige und kleinere Dienstleister.
Björn Acker von der Encoder GmbH hat laut eigenen Angaben selbst früher Rechnungen einfach mit Pages verfasst. Deshalb ist aus Qwit nun ein Tool geworden, dass den gesamten Prozess umfasst. Beim Start der Mac-App gibt man zunächst die Daten seines Unternehmens ein – von der Steuernummer über die Anschrift bis zum Konto oder dem Firmenlogo. Dann erfasst man die Kunden und kann auch schon Rechnungen erstellen, wobei man stets durch die einzelnen Schritte geführt wird.
Zum Schluss kommt dann eine E-Rechnung im ZUGFeRD-Format (EN 16931) heraus, die ein lesbares PDF mit den notwendigen XML-Daten kombiniert. Für öffentliche Auftraggeber lässt sich zudem das Format XRechnung 3.0 ausgeben. Qwit prüft die Rechnung auf Pflichtangaben und schreibt sie nach dem Export fest. Änderungen werden dabei gespeichert, sodass man sich auch an die GoBD halten kann. Die Daten werden auf dem Mac vorgehalten und lassen sich per iCloud synchronisieren. Mit der iPhone-App kann man verfasste Rechnungen samt Zahlungsstatus einsehen und Rechnungen teilen.
Qwit ist kostenlos nutzbar, hat dann aber eine Beschränkung auf fünf Rechnungen im Monat und nur ein schlichtes PDF-Layout ohne XRechnung. Für die Pro-Version zahlt man 40 Euro im Jahr, bekommt dann unbegrenzte Rechnungen sowie vier verschiedene Layouts, eine Duplizierungs- und Favoritenfunktion sowie eine Historie und vorausgefüllte E-Mails. Als Einmalkauf bietet der Entwickler Qwit für 120 Euro an.
Dabei sollen alle zukünftigen Pro-Funktionen freigeschaltet sein. Die App verlangt keinen Server, keinen Account und enthält laut Entwicklerangaben auch keine Tracker. Beim Kurztest gab es unter macOS einen Absturz bei der Änderung der Rechnungsnummer, der allerdings nur einmal auftrat.
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