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Xbox: Lieferkette für Disc-Laufwerke bricht offenbar weg – und das könnte Project Helix beeinflussen
Microsoft betont zwar weiterhin die Bedeutung physischer Spiele, doch bei den benötigten Laufwerken könnte es ein ganz anderes Problem geben.
Erst gestern kündigte Microsoft ein neues Feature an, mit dem sich Xbox-Spiele auf Disc künftig zusätzlich als digitale Version nutzen lassen. Gleichzeitig betonte Xbox-Chefin Asha Sharma, dass sie Spielern bei physischen und digitalen Spielen weiterhin eine Wahl lassen möchte. Ob die nächste Xbox mit dem Codenamen Project Helix tatsächlich noch ein Laufwerk bekommt, ließ sie allerdings offen.
Project Helix ist der Codename für Microsofts nächste Xbox-Generation. Konkrete technische Daten oder einen Erscheinungstermin hat das Unternehmen bislang nicht genannt. Xbox-Chefin Asha Sharma bestätigte zuletzt lediglich, dass bei der Entwicklung neben der Leistung auch Kosten und Effizienz eine größere Rolle spielen.
Dafür könnte es einen ziemlich profanen Grund geben. Laut einem neuen Bericht von Windows Central liegt das Problem möglicherweise weniger bei den Spiele-Discs selbst als bei den Laufwerken, die sie lesen sollen.
Windows-Central-Redakteur Jez Corden beruft sich dabei auf eigene Quellen aus dem Xbox-Hardwarebereich. Demnach breche die Lieferkette für Komponenten optischer Laufwerke zunehmend weg. Fabriken und Produktionslinien, die bislang entsprechende Bauteile hergestellt haben, würden sich anderen Bereichen zuwenden, die höhere Margen und größere Stückzahlen versprechen. Als Beispiel nennt Corden unter anderem Komponenten für Kameraobjektive.
Die Nachfrage nach optischen Laufwerken soll inzwischen praktisch nur noch von PlayStation 5 und Xbox Series X getragen werden. Bei Notebooks und anderen Geräten spielt die Technik dagegen eine immer kleinere Rolle.
Microsoft hat diese Angaben zur Lieferkette bislang nicht bestätigt. Sie passen allerdings zu Sharmas Aussagen gegenüber der BBC. Dort erklärte sie, dass sich die gesamte Branche angesichts steigender Hardware- und Komponentenpreise stärker mit Effizienz und Bezahlbarkeit beschäftigen müsse.
Auf die konkrete Frage, ob Project Helix noch über ein Disc-Laufwerk verfügen wird, gab sie keine Antwort. Stattdessen betonte Sharma, dass sie Spielern weiterhin möglichst viele Optionen bieten möchte: „Ich weiß, dass Spieler physische Medien lieben, und ich weiß, dass digitale Medien viele Vorteile haben. Ich möchte sicherstellen, dass die Menschen eine Wahl haben.“
Genau an dieser Stelle bekommt das neue Disc-to-Digital-System eine zusätzliche Bedeutung. Ab dem 31. August können Mitglieder des Xbox-Insider-Programms unterstützte Spiele auf Disc mit einer digitalen Berechtigung verknüpfen. Microsoft spricht zum Start von mehreren Tausend Xbox-One- und Xbox-Series-X-Spielen.
Die Disc bleibt dabei weiterhin nutzbar und die digitale Berechtigung soll beim Verkauf des physischen Spiels auf den neuen Besitzer übergehen. Microsoft bezeichnet das System ausdrücklich als Teil der Bemühungen um Spieleerhaltung und Abwärtskompatibilität.