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Gamescom: „Bau-Simulator: Evolution“ ausprobiert: Abriss mit roher Gewalt und Feingefühl
In „Bau-Simulator: Evolution“ lässt man seiner Zerstörungswut freien Lauf. Beim Probespiel sorgte das bereits für Schadenfreude mit technischen Macken.
Es dauert Jahre, ein Haus zu bauen, aber nur Minuten, es wieder einzureißen - zumindest in einer Simulation. Diese Regel bestätigte sich auch auf der Gamescom 2026, wo wir die neuen Abriss-Missionen des „Bau-Simulator: Evolution“ von Astragon („Landwirtschafts-Simulator“) ausprobieren konnten. Es bereitete uns bereits morbiden Spaß, vom Seilbagger „Sennebogen 670 E“ aus die Abrissbirne mit brachialer Kraft zu schwingen. Alternativ ließen wir sie auch genüsslich auf ein zerbröckelndes Dach krachen.
Um präziser zu arbeiten, ließen sich Instrumente wie ein am Bagger montierter Hydraulikhammer bedienen. Für Feinarbeiten kann man auch aus dem Bagger aussteigen und mit einem Presslufthammer weiterarbeiten. Natürlich sind zusätzlich wieder viele konstruktive Tätigkeiten im Spiel enthalten, darunter Hoch- und Straßenbau sowie das händische Verputzen, Pflastern oder Nageln. Wir waren in Köln allerdings ausschließlich an Zerstörung interessiert. Umso erfreulicher war es daher, dass sich die vom Entwicklerstudio Weltenbauer vorbereitete Messedemo genau darauf konzentriert.
Ähnlich wie in den geplanten Missionen des Hauptspiels hatten wir dabei die Wahl zwischen verschiedenen zerstörerischen Maschinen. Wichtig ist nur, dass man den Auftrag effektiv und in kurzer Zeit erledigt. Als Abrissneulinge wurde uns empfohlen, lieber mit dem Controller statt mit Maus und Tastatur einzusteigen. Beim Abreißen mit Sticks, Triggern und Knöpfen fühlten wir uns aber zumindest in der ersten Viertelstunde etwas überfordert.
Das Fahren eines trägen Krans oder Baggers ist vermutlich auch in der realen Welt anspruchsvoll. Das gilt insbesondere, wenn man gleichzeitig den Haupt- oder Zweitarm hebt, um etwa die Kugel im passenden Winkel zu schwingen. In der Simulation könnten die Kamera und weitere Aktionen mit dem Controller allerdings etwas intuitiver belegt sein. Nach einigen Minuten hatten wir das Kontrollschema immerhin schon etwas besser verinnerlicht.
Die Betondächer und Ziegel zersplitterten bei ihrer Zerstörung physikalisch korrekt und auf befriedigende Weise. Beim Zerbersten der Steine geriet der auf Unity basierende Titel allerdings sichtbar ins Straucheln, obwohl die Trümmer aus der Nähe nicht übermäßig detailreich wirkten. Sobald dabei viele Brocken gleichzeitig auseinanderbrachen, ruckelte das Spiel kurzzeitig stark. Auf der Messe haben wir auf einem AMD Ryzen 7 7800X3D mit einer GeForce RTX 5070 (12 GB, Asus Prime OC) und 32 GB DDR5-6000 gespielt. Hier sollten die Entwickler noch Feintuning betreiben, damit zerstörungswütige PC-Spieler keine stärkere Ausstattung einplanen müssen.
Während der Missionen ist die Ausstattung für Abrissarbeiten vielfältig. Laut Astragon genügt manchmal schon der Baggerlöffel, um Holzbauten einzureißen. Für Ziegel gibt es verschiedene Aufsätze und für Beton ist deutlich mehr Kraft erforderlich, beispielsweise durch den großen Hydraulikhammer. Für mehr Kontrolle in kniffligen Bereichen kann auch eine Kombi-Abbruchzange von Epiroc zum Einsatz kommen, die sogar Betonstahl durchtrennt. Selbstverständlich dreht sich in einer Simulation nicht alles um Spaß und Zerstörungswut. Zwischendurch stiegen wir immer wieder in den Bagger, um Schutt aus dem Weg zu schaufeln und ihn auf einen LKW abzuladen.
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Unterm Strich hatten wir mit unseren ersten Abrissmissionen im Bau-Simulator bereits deutlich mehr Spaß als mit weniger destruktiven Alltagssimulationen. Allerdings könnten Technik und Steuerung noch etwas Feintuning gebrauchen.