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Wie gut ist Resonance: A Plague Tale Legacy?: Schuster, bleib nicht bei deinen Leisten
Die auf Schleichen und Rätseln ausgelegte Plague-Tale-Serie bekommt einen Action-Ableger. Einfach mal was Neues machen, heißt es also bei Asobo Studio, denn der französische Entwickler hat mit dem Genre keine Erfahrungen. Das ist riskant, geht aber am Ende auf.
In Resonance schickt Asobo Spieler 15 Jahre vor den Geschehnissen der Plague-Tale-Spiele auf eine Insel, deren Geheimnis es zu lüften gilt. Dazu setzten die Entwickler auf einen Mix aus Nahkampf, Erkunden, Plattforming und Schleichen – ganz so wie etwa in Sonys-Megaserien. Die werden in Form von God of War und Uncharted tatsächlich als Vergleich herangezogen.
Dass sich Asobo erstmals an einem Kampfsystem versucht, merken Tester jedenfalls nicht. Die Schwertduelle werden einhellig gelobt: Schnell, dynamisch, unterhaltsam, und durch einen jederzeit anpassbaren Skilltree ganz nach eigenem Geschmack anzupassen – er hat laut PushSquare „signifikante“ Auswirkungen. „Butterweich“ spiele sich das, freut sich GamePro, ohne dabei zu schwer oder zu leicht zu werden. Story und die Darbietung der Protagonisten stehen erneut auf der Stärken-Liste des Plague-Tale-Spiels. Kotaku und PushSquare sehen das Niveau der „Vorgänger“ aber nicht ganz erreicht.
Auch die Rätsel kommen gut an, auch weil sie schwerer als „Nathan Drakes Vorschulprogramm“ (IGN) sind. Mängel liegen eher in Details: Mehrere Tester erwähnen, dass Resonance zwischen zu wenig Hinweisen und zu vielen schwanke – und die zweite Hälfte des Spiels tendenziell die schwächere ist. Das liegt für Eurogamer an der Darstellung von Trauma und Horror. Asobo übertreibe mit einem „Trauma-Porno“ aus Szenen, die sogar „Hieronymous Bosch als 'ein bisschen drüber' bezeichnen würde“.
Technisch ist der Titel vor allem für das dahinterstehende kleine Team ordentlich umgesetzt, zeigt der ComputerBase-Techniktest anhand von zahlreichen Benchmarks. Dabei sieht er an vielen Stellen hervorragend aus.
Mit Resoance belegt Asobo also, dass sich das Studio eine neue Fähigkeit angeeignet hat: Man kann auch Nahkampf. Ein wenig erinnert das an Rocksteady, die aus jeden Teil der Arkham-Reihe mehr gemacht haben. Zu Buche steht damit ein „extrem gelungener Genrewechsel“ (IGN) und sogar der „beste Teil der Serie“ (GamePro), wenn auch mit im Mittel kleineren Schwächen. Den Spaß haben sie aber nie nachhaltig getrübt. Das sehen auch Spieler so: Auf Steam ist der Wertungsschnitt „sehr positiv“. Auf Metacritic findet sich Resonance damit fast exakt beim Wertungsschnitt der beiden anderen Titel ein.