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The Long Dark erhält neue DLCs: Sequel Blackfrost verschiebt sich wegen Branchenkrise
Entwickler Hinterland rudert zurück: Um in schwierigen Zeiten völlig unabhängig zu bleiben, wird der Survival-Hit nochmals für zwei Jahre ausgebaut.
Die Reise des erfolgreichen Survival-Spiels The Long Dark sollte eigentlich vorbei sein, nachdem Anfang des Jahres die letzte Story-Episode veröffentlicht wurde.
Bereits seit zwei Jahren arbeitet das Entwicklerstudio Hinterland am Nachfolger Blackfrost, der zuerst in den Early Access starten sollte. Allerdings kommt es nun doch anders als geplant.
Das kanadische Studio Hinterland wurde 2012 gegründet. Mit ihrem Erstlingswerk The Long Dark, das 2014 erfolgreich im Early Access startete, etablierten sie sich als Pioniere für atmosphärische Survival-Spiele ohne klassische Zombie-Elemente.
Hinterland arbeitet zwar weiterhin an Blackfrost, kehrt jedoch mit einem kleinen Team doch noch einmal zu The Long Dark zurück. Wie einem Update des Studios zu entnehmen ist, sollen weitere DLCs für den Survival-Modus entwickelt werden – dadurch will das Studio besser durch die "unsicheren" Zeiten der Branche kommen.
"Als wir Blackfrost, den Nachfolger zu The Long Dark, ursprünglich ankündigten, befand sich die Spielebranche noch an einem ganz anderen Punkt", erklären die Entwickler. "In der kurzen Zeit seitdem gerieten ganze Geschäftsmodelle ins absolute Chaos. Auch die geopolitische Lage hat sich extrem verkompliziert. Zudem ist völlig unklar, wie die nächste Konsolengeneration eigentlich aussehen wird. Obendrein stecken Spieler inzwischen weniger Zeit und Geld in neue Titel. Stattdessen flüchten sich viele in die Geborgenheit und Sicherheit von Spielen, die sie bereits in- und auswendig kennen."
Der Survival-Sandbox-Modus soll nun in den kommenden zwei Jahren noch weiter ausgebaut werden. Die Macher versprechen neue Features, Bugfixes und Quality-of-Life-Verbesserungen, zudem integrieren die Entwickler neue Regionen aus der letzten Story-Episode. Ein kommender DLC soll, wie zuvor bei Tales From The Far Territory, stückweise veröffentlicht werden – bei einer zweiten Erweiterung laufen die Dinge anders, aber man geht noch nicht näher ins Detail.
Unterdessen verschiebt sich der Early-Access-Start von Blackfrost auf 2027. Gleichzeitig will das Team – trotz angebotener Unterstützung durch Publisher – unabhängig bleiben: "Wir haben bisher noch keinen Partner gefunden, bei dem wir das Gefühl hatten, dass er wirklich das Beste für Hinterland oder unsere Spieler im Sinn hat", erklärt das Team. "Daher finanzieren und veröffentlichen wir das Spiel weiterhin komplett in Eigenregie."
Weiterhin überlegt Hinterland, ob man den Preis für den Standalone-Survival-Modus und die neuen DLCs anheben soll, um Verluste durch Spieler auszugleichen, die ihr Geld erst in Sales ausgeben. "Wir wissen aber auch, wie die wirtschaftliche Realität für viele von euch heute aussieht", schreiben die Entwickler. "Die Preise steigen überall. Da könnt ihr es euch wahrscheinlich kaum leisten, dass nun auch noch Spiele immer teurer werden. Wir versuchen hier wirklich, eine gute Balance zu finden."