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Surviving Deponia in der gamescom-Vorschau: Schrottsammeln statt Rätsellösen
Das neue Deponia bricht mit der Adventure-Tradition und wird zum Survival-Spiel. Wir werfen einen genauen Blick auf das Echtzeit-Gameplay und den Basisbau.
Deponia ist zurück, aber ganz anders. Dass euch mit Surviving Deponia ein waschechtes Survival-Spiel statt eines Adventures erwartet, wissen wir bereits seit der Ankündigung im Juni 2023. Da kann man als Fan der früheren Rätselabenteuer schon mal skeptisch sein. Leider gab es auf der gamescom 2026 krankheitsbedingt keine ausführliche Entwicklerpräsentation, aber immerhin einen kleinen Videoüberblick dazu, was euch hier eigentlich genau erwartet.
Ein storybasiertes Survival-Spiel in der bekannten Schrott-Welt des Deponia-Universums. Entwickelt von AtomicTorch Studio und gepublisht von Daedalic Entertainment, bricht der neue Teil mit dem traditionellen Point-and-Click-Erbe der kultigen Vorgänger. Das Spiel ist für PC geplant, als Release-Datum wird 2026 angegeben.
Surviving Deponia soll nicht nur optisch durch seinen zweidimensionalen Look an die früheren Ableger anknüpfen, sondern auch inhaltlich. Kanonisch spielt das alles nach den Ereignissen des letzten Teils, frühere Handlungen haben sichtbare Spuren auf dem Planeten hinterlassen. Die Macher von AtomicTorch Studio führen zwar einen neuen Protagonisten ein, wollen aber gleichzeitig viele bekannte NPCs und Original-Synchronsprecher zurückbringen.
Das gilt ebenso für Story-Elemente, den verrückten Humor und die Absurdität der Adventures, die das Ganze zusammenhalten sollen. Neben dem eigentlichen Survival-Gameplay sollen euch Quests, tiefgehende Dialoge, Charakterentwicklung und jede Menge Geheimnisse vor den Bildschirm locken - Fans und Neulinge gleichermaßen.
Kurz gesagt startet ihr in Surviving Deponia mit nichts. Von dort aus gilt es, zu plündern, zu improvisieren und zu bauen. Natürlich mithilfe von Schrott, den ihr einsammelt, denn das ist euer wertvollster Schatz. Ihr hortet Materialien, Nahrung und Ausrüstung, um obendrein eure eigene Basis hochzuziehen und auszustatten. Gleichzeitig wollen euch die Entwickler nicht mit stundenlangem Durchwühlen von Menüs langweilen. Alles, was ihr aufsammelt, lässt sich demnach zu Basisteilen, Waffen, Munition, Proviant oder Werkzeugen weiterverwenden.
Zu einem Survival-Game gehören auch Kämpfe, und Deponia ist eine feindselige Welt. Nicht nur aufgrund giftiger oder radioaktiver Abschnitte, obendrein machen euch Stürme, Monster und Mutanten das Leben schwer und wollen euch buchstäblich an den Kragen. Auseinandersetzungen in Surviving Deponia laufen komplett in Echtzeit ab, wobei es den Entwicklern zufolge auf eine clevere Positionierung, das richtige Werkzeug und flinkes Ausweichen ankommt. Ihr bewegt euch währenddessen mit der Tastatur und zielt mit der Maus. Zumindest in gezeigten Gameplay-Ausschnitten wirkte das Ganze noch nicht zu hektisch oder zu rasant, sodass auch Einsteiger oder Survival-Unerfahrene gut damit zurechtkommen dürften. Inwieweit das anpassbar oder im späteren Spielverlauf schneller beziehungsweise kniffliger sein wird, bleibt abzuwarten.
Im Großen und Ganzen liegt der Fokus von Surviving Deponia auf dem Singleplayer-Modus. Auf eine Koop-Option wird aufgrund der Storytelling-Elemente bewusst verzichtet.
Die Macher betonen zwar, dass sich eine Welt wie Deponia perfekt für ein Survival-Game anbietet, aber ich kann auch verstehen, wenn Fans der Adventure-Vorgänger skeptisch sind. Anhand der paar Minuten an gezeigtem Material fällt es aber schwer, eine vernünftige Einschätzung dessen zu treffen, ob Surviving Deponia seine Sache richtig gut macht oder eher nicht. Zumindest in puncto Stil, Humor und Absurditäten scheint es jedoch durchaus in die richtige Richtung zu gehen. Wenn am Ende noch das Gameplay stimmt, könnte Surviving Deponia seine Anhänger finden - auch unter den Fans von Rätselabenteuern.