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HPE-Rack mit AMD Venice: 81.920 Kerne durch 40 Blades mit je acht 256-Kern-CPUs bei bis zu 400 kW
AMDs neue Epyc-CPU Venice wirft auch bei HPE große Schatten voraus. Im GX5000 sucht die Dichte an Prozessorkernen in einem Schrank dabei seinesgleichen: 81.920 Kerne im Rack werden so zu finden sein. Das übertrifft die Lösung mit Nvidias Vera-CPU deutlich und macht so noch einmal eine ganz andere Liga auf.
Ursprünglich hat HPE den extrem dicht gepackten GX5000 zur GTC 2026, also Nvidias Hausmesse in den USA, enthüllt. Dabei wurden 16 Vera-CPUs in ein Blade für 640 CPUs pro Rack gepackt, was in 56.320 Olympus Arm-Kernen, die mit SMT 112.640 Threads bieten, resultierte. Die Lösung von HPE lag dabei bereits deutlich über Nvidias Referenz-Rack, das „nur“ eine Behausung für 256 Prozessoren darstellte.
Das GX5000 kann aber noch viel mehr, wie uns HPE zur ISC 2026 erklärte. Denn mit den neuen Server-Prozessoren AMD Venice und auch neuen Instinct-HPC-Beschleuniger könnten damit noch nie dagewesene und extrem leistungsstarke Systeme gebaut werden. Das modulare Konzept erlaubt dabei nämlich unterschiedliche Ansätze. Als moderner HPC-Ansatz mit einer Mischung aus CPUs und GPUs wird je ein 600-Watt-Venice-Prozessor mit vier AMD Instinct MI430X kombiniert, 28 Blades des Typ GX350a sind dann insgesamt in einem dieser Racks zu finden – 112 Instincts insgesamt. Das Nvidia-Pendant GX440n nutzt dazu 24 Blades, ist jedoch mit jeweils vier Vera-CPUs und acht GPUs bestückt, 192 Rubin-GPUs sind hier also zugegen.
Natürlich hat HPE zusammen mit AMD aber auch die All-in-CPU-Version am Start. Von den theoretisch maximal nutzbaren 44 Einschüben werden nun 40 genutzt und mit jeweils acht Venice-Prozessoren vollgepackt, die 256 Kerne und 512 Threads bei bis zu 600 Watt im Sockel SP7 bieten. Das Endergebnis ist dann nur noch Mathematik mit großen Zahlen: 81.920 Prozessorkerne, die insgesamt 163.840 Threads zur Verfügung stellen, wird eines dieser GX5000-Racks in der Maximalkonfiguration mit GX250-Blades bieten.
Die Racks haben dabei insgesamt Ausmaße angenommen, die mit normalen Server-Schränken nicht mal mehr ansatzweise vergleichbar sind. Sie sind nicht nur viel höher, sondern auch deutlich breiter und auch noch viel tiefer. Auch ein Einschub ist dabei leicht höher als 1U mit 44,4 mm, OpenU (OU) genannt, der 48 mm Höhe nutzt.
Ab Februar werden die Systeme mit unterschiedlichen Blades gebaut, also realistisch wohl ab Q2/2027 verfügbar. Die Startkonfigurationen sind dabei für bis zu 400 Kilowatt ausgelegt, doch in den Plänen für die nächsten Jahre sind die Ausbaustufen auf 600, 800 und gar 1.000 Kilowatt bereits klar definiert. Sollte es dann weiter hinaus gehen, muss ein neues Design her. Doch hier hofft HPE, dass es so sechs bis sieben Jahre dauern wird.