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Modern Warfare 4: Großes Beta-Update bringt keine neuen Steam-Rekorde
Infinity Ward reagiert auf die Kritik und drosselt das Movement spürbar. Trotz der drastischen Änderungen stagniert das Interesse am Shooter auf dem PC.
Wir stecken mittendrin im zweiten und gleichzeitig letzten Beta-Wochenende von Call of Duty: Modern Warfare 4. Die Open-Beta läuft diesmal auf einer zusätzlichen Plattform: der Nintendo Switch 2. Ihr könnt ganz ohne Vorbestellung am Test teilnehmen. Neben sämtlichen Maps und Modi des ersten Wochenendes erwartet euch diesmal auch ein Vorgeschmack auf die nächste Resurgence-Map von Warzone sowie zwei Ground-War-Karten. Geholfen hat das alles allerdings kaum – zumindest auf Steam hinterlässt der Aufwand bisher kaum Spuren.
Der Spitzenwert von 115.145 gleichzeitig aktiven Spielern aus dem ersten Wochenende steht nach wie vor ungeschlagen. Am Freitag kam die Beta mit etwas über 113.000 Spielern am ehesten an diese Marke heran – vermutlich getrieben vom Interesse an Warzone. Natürlich solltet ihr im Hinterkopf behalten, dass uns für PlayStation 5, Xbox und Switch 2 keine Zahlen vorliegen. Gut möglich also, dass die Spielerzahlen auf diesen Plattformen am zweiten Wochenende deutlich höher ausfielen.
Trotzdem gilt Steam für die meisten großen Blockbuster als zuverlässiger Gradmesser. Es ist daher durchaus bemerkenswert, dass die Zahlen trotz der neuen Inhalte und des kostenlosen Zugangs nicht anzogen.
Dass die Beta nativ auf der Nintendo Switch 2 läuft, ist ein historischer Meilenstein für die Reihe. Nach der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft wurde Nintendo vertraglich zugesichert, dass die Shooter künftig wieder für ihre Konsolen erscheinen.
Abseits der reinen Zahlen stechen vor allem die spielerischen Anpassungen ins Auge. Infinity Ward drehte für dieses Beta-Wochenende an einigen Stellschrauben, um auf das lauteste Feedback der Community zu reagieren.
Schon am ersten Wochenende kochte die Diskussion um das Movement hoch. Viele Spieler kritisierten, dass das hohe Tempo und die Bewegungsoptionen für ein völlig unkontrollierbares Spielgefühl sorgten. Infinity Ward schraubte deshalb an etlichen Parametern, um den Effekt zu testen. Selbst für einen Beta-Test ist ein so drastisches Eingreifen ungewöhnlich und zeigt, wie ernst der Entwickler die Rückmeldungen nimmt.
Als Experiment deaktivierten die Entwickler beispielsweise den Taktik-Sprint als Standardfunktion. Er ist nun an den Perk "Blutrausch" gebunden. Der Taktik-Sprint lässt euch zwar schneller rennen, verzögert aber das Anlegen der Waffe. Cleveren Spielern fiel vor Jahren schon auf, dass sich diese Verzögerung durch einen Slide aushebeln lässt. Das verschafft euch gleich zwei Vorteile auf einmal. Genau diese Technik prägte das erste Wochenende. Doch damit ist jetzt Schluss: Auch die Slides bekamen einen spürbaren Nerf. Reichweite und Tempo wurden gedrosselt, während die Verzögerung zwischen Slide und Sprung stieg.
Auch die enorm kurze Time to Kill sorgte am ersten Wochenende für erhitzte Gemüter. Infinity Ward reagierte und senkte den Schaden aller Waffen in der Beta durch die Bank. In Kombination mit dem verlangsamten Movement nimmt das spürbar das Tempo aus den Matches und schraubt die Time to Kill spürbar nach oben.
Der umfangreiche Patch krempelte auch das Spawnsystem um. Das bringt Ordnung in das Chaos des ersten Wochenendes, als Spieler ständig mitten im Gefecht direkt neben ihren Teamkameraden anstatt an den Rändern der Map auftauchten. Zudem schraubten die Entwickler die Anforderungen für Killstreaks durch die Bank um einen Abschuss nach oben, um wilde Abschußserien-Spams einzudämmen.