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Vor 50 Jahren gab es den ersten Indexfonds für Privatanleger
Vor 50 Jahren ging der erste Indexfonds für Privatanleger an den Start. Er gilt als Vorläufer der heutigen ETFs und hat den Vermögensaufbau an der Börse einem breiteren Publikum geöffnet.
Der erste Indexfonds fürs breite Publikum war eine kleine Sensation. Denn bis dahin war Investieren an der Börse nur institutionellen Vermögensverwaltern oder wohlhabenden Privatpersonen vorbehalten. Am 31. August 1976 änderte sich das, wie Sebastian Külps, Deutschland- und Nordeuropa-Chef beim US-amerikanischen Vermögensverwalter Vanguard, erzählt.
"Der Fokus verlagerte sich davon, zu versuchen, den Markt zu schlagen, hin zur breiten Marktteilnahme. Man hat verstanden, dass einfacher, transparenter und kostengünstiger investiert werden konnte, und Millionen von Menschen hatten das erste Mal die Möglichkeit, über das indexierte Anlegen Vermögen aufzubauen."
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Im Jahr 1976 legte John Bogle, Gründer der Investments-Gesellschaft Vanguard, damit einen Meilenstein für die Demokratisierung der Geldanlage. Statt teure Fondsmanager zu bezahlen, die oft schlechter abschnitten als der Markt, war es plötzlich möglich, in einen bestimmten Index - also einen ganzen Korb voll Aktien - zu investieren.
Der Vorläufer der börsengehandelten ETFs war geboren, so Hermann-Josef Tenhagen vom Verbraucherportal Finanztip. "Es ist ein gutes Einsteigerprodukt für Leute ohne Vorwissen, und es ist ein preiswertes Produkt. Man kann preiswert in Aktien anlegen und muss eben nicht so hohe Gebühren dafür bezahlen."
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ETFs nähmen Anlegern zudem viele komplexe Entscheidungen ab, so Vanguard-Deutschlandchef Külps. "Anleger müssen nicht ständig über Branchen, Einzelaktien oder den richtigen Markteinstiegszeitpunkt nachdenken." Ein Fonds investiere gleich sehr breit diversifiziert, er investiere relativ gesehen sehr kostengünstig, und man habe eine gewisse Transparenz.
"Somit ist der ETF eine absolute Erfolgsstory geworden und hilft vielen beim langfristigen Vermögensaufbau", so der Vanguard-Deutschlandchef gegenüber der ARD-Finanzredaktion.
Denn die Idee von 1976 war so simpel wie genial: Anstatt die Nadel im Heuhaufen zu suchen - also die eine Aktie mit hohem Kurspotential -, kauft man gleich den ganzen Heuhaufen. Also den gesamten Index. Im konkreten Fall: eine Nachbildung auf den S&P 500, der die 500 größten börsennotierten US-Konzerne in sich vereint.