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China holt Krone für weltschnellsten Supercomputer
Auf der Internationalen Supercomputerkonferenz ISC 2026 in Hamburg wurde die nunmehr 67te Liste der 500 weltschnellsten Computer veröffentlicht. Sie wird zum ersten Mal seit 2017 wieder von einem chinesischen Rechner angeführt, einem System namens LineShine, das im National Supercomputing Centre in Shenzhen (NSCS) steht.
LineShine bringt es mit 13 789 440 Cores auf 2,198 Exaflops im Linpack Benchmark.
Die Rechenleistung ist damit um rund 20 Prozent größer als die des vormaligen Spitzenreisters El Capitan aus dem Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien (USA). Das System verfügt über keine GPUs, sondern basiert auf der maßgeschneiderten LingKun-Plattform mit 304-Kern-LX2-Prozessoren, die mit 1,55 GHz getaktet sind, der proprietären LingQi-Verbindungsarchitektur und dem Kylin-Betriebssystem, einer Linux-Distribution. LineShine übernimmt mit 22,00 Petaflop/s auch den ersten Platz im HPCG-Ranking. Im HPL-MxP-Benchmark, der die Leistung bei gemischter Genauigkeit misst, debütiert LineShine mit 7,92 Exaflop/s auf Platz vier.
Der neue Supercomputer verschärft den Wettlauf zwischen China und den USA um die technologische Vorherrschaft. US-amerikanische Technologieunternehmen wie OpenAI, Anthropic und Google haben führende KI-Modelle entwickelt, während sich ein weiteres US-Unternehmen, Nvidia, zum weltweit dominierenden Anbieter von KI-Chips entwickelt hat. China hat auf andere Weise versucht, Innovationen voranzutreiben: So veröffentlichte das chinesische Start-up DeepSeek im vergangenen Jahr ein hochmodernes KI-Modell, das mit nur einem Bruchteil der spezialisierten KI-Chips auskommt.
Europa hat mit dem im EuroHPC/Jülich Supercomputing Centre in Deutschland installierten JUPITER Booster einen Meilenstein erreicht. Es ist das vierte Exascale-System weltweit und das erste außerhalb der Vereinigten Staaten. Nach vollständiger Installation und Inbetriebnahme erreichte JUPITER 1,0 Exaflops/s und markierte damit den Einstieg Europas in die Exascale-Ära. Basierend auf der direkt flüssigkeitsgekühlten BullSequana XH3000-Architektur von Eviden und ausgestattet mit NVIDIA Grace Hopper Superchips ist er Europas Flaggschiff für wissenschaftliche und industrielle Innovation.
Neben der puren Rechenleistung bleibt die Energieeffizienz ein zentraler Maßstab für den Fortschritt. Die Green500-Rangliste unterstreicht den Aufstieg von Systemen auf Basis der NVIDIA Grace Hopper-Architektur, die die ersten drei Plätze belegen.
KAIROS am CALMIP/Universität Toulouse (Frankreich) liegt mit mit 73,28 GFlops/Watt bei einer Leistung von 3,05 PFlop/s vor ROMEO-2025 am ROMEO HPC Center (Frankreich) mit 70,9 GFlops/Watt bei einer Leistung von 9,86 PFlop/s und Levante GPU Extension am DKRZ (Deutschland) mit 69,43 GFlops/Watt bei einer Leistung von 6,75 PFlop/s.
Alle drei Systeme basieren auf dem BullSequana XH3000-Design mit Grace Hopper-Superchips und NVIDIA NDR200-InfiniBand-Interconnects; dies verdeutlicht das ausgewogene Verhältnis zwischen Energieeffizienz und Rechenleistung.
Der für den Mailclient Thunderbird gestartete Subskriptionsservice Thunderbird Pro heißt nun Thundermail. Thundermail bezeichnet damit den E-Mail-Dienst von Thunderbird, der Funktionen wie Appointment und Send bereits beinhaltet.
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz verändert die Cybersicherheitslage grundlegend und erhöht den Druck auf Unternehmen und Behörden, schneller auf neue Bedrohungen zu reagieren, teilt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit.
Die Europäische Kommission hat das Konsortium EUROPA unter Führung der italienischen KI-Firma Domyn zum Sieger des Wettbewerbs "Frontier AI Grand Challenge" gekürt. Das Projekt will ein Sprachmodell entwickeln, dass alle 24 offiziellen Amtssprachen der EU spricht.