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Lexus greift BMW X3 und Audi Q5 mit neuem NX und 23-kWh-Akku an
Der überarbeitete Lexus NX setzt auf Hybridtechnik mit SiC-Halbleitern. Der Plug-in-Hybrid fährt über 100 km elektrisch und lädt erstmals an Gleichstrom.
Lexus hat eine umfassend überarbeitete Version seines Mittelklasse-SUV NX vorgestellt. Das Modell erhält die sechste Generation der Hybridtechnik, die der Hersteller als Vollhybrid (NX 350h) und als Plug-in-Hybrid (NX 450h+) anbietet. Der Vorverkauf in Europa soll im Herbst 2026 starten, die Markteinführung ist für Frühjahr 2027 geplant.
Laut Lexus liegt der zentrale technische Fortschritt in der Integration von Power Control Unit (PCU) und Transaxle zu einer kompakten Einheit ähnlich der eAxle bei den batterieelektrischen Modellen. Die neue Architektur spart laut Hersteller 10 Kilogramm Gewicht bei 10 Zentimeter geringerer Bauhöhe. Der Wechselrichter nutzt Siliziumkarbid-Halbleiter (SiC) mit geringeren Schaltverlusten gegenüber herkömmlichen Siliziumbauteilen, was Effizienz und Leistung steigern soll.
Im NX 450h+ wächst die Lithium-Ionen-Batterie um rund 30 Prozent von 18 auf 23 kWh. Die elektrische Reichweite steigt nach vorläufigen WLTP-Werten auf mehr als 100 Kilometer. Lexus positioniert den Plug-in-Hybrid damit als Fahrzeug, das sich „im Alltag wie ein vollelektrisches Auto“ nutzen lasse. Als erstes PHEV-Modell der Marke unterstützt der NX 450h+ zudem DC-Schnellladen: Von 10 auf 80 Prozent soll der Ladevorgang rund 30 Minuten dauern. Die maximale Systemleistung steigt auf 226 kW, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gibt Lexus vorläufig mit 6,1 Sekunden an. Eine 1500-Watt-AC-Steckdose macht das Fahrzeug zudem zur mobilen Stromquelle.
Der Vollhybrid NX 350h leistet 146 kW und profitiert ebenfalls von der neuen Architektur: Das Batteriegewicht sinkt von 32,7 auf 23,5 Kilogramm. Beide Antriebsvarianten erreichen eine Anhängelast von 1500 Kilogramm.
Lexus hat die Karosserie so gründlich versteift, dass sie behaupten, man könne es in einer verbesserten Fahrpräzision spüren. Die Bodensteifigkeit sei um rund 25 Prozent gestiegen, im Bereich der vorderen Federbeinaufnahmen um rund 30 Prozent. Motor- und Fahrgeräusche sollen um etwa 20 Prozent reduziert worden sein. Erstmals für ein neues Modell hat Lexus das Fahrwerk am Nürburgring auf europäische Straßenverhältnisse abgestimmt.
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Im Innenraum setzt Lexus auf einen horizontal ausgerichteten Instrumententräger mit 12,3-Zoll-Kombiinstrument und 14-Zoll-Multimedia-Display. Laut Lexus eine Premiere in Europa ist der sogenannte Sensory Concierge, der Klang, Licht, Klimatisierung und Innenraumdüfte aufeinander abstimmt. Das Infotainmentsystem LexusConnect soll viermal schneller arbeiten als bisher und bietet 256 GByte Speicher. Ein digitaler Schlüssel erlaubt bis zu sieben Zugänge über iPhone, Android-Smartphone oder Apple Watch.
Lexus ordnet den NX im hart umkämpften Premium-D-SUV-Segment ein, in dem BMW X3, Audi Q5 und Mercedes GLC die etablierten Konkurrenten sind. Der NX zählt neben dem kompakten LBX zu den meistverkauften Modellen der Marke in Europa. Die Kombination aus hoher E-Reichweite und Schnellladefähigkeit lässt darauf schließen, dass Lexus den PHEV nicht als bloße Brückentechnologie, sondern als Langzeitalternative zu batterieelektrischen Fahrzeugen sieht. Wer im Alltag überwiegend elektrisch fahren möchte, aber auf die Verbrennerreichweite nicht verzichten will, soll mit dem NX 450h+ bedient sein.