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Angriff auf das MacBook Neo: Dell 14S kommt in vier Farben und richtet sich an Studenten
Dell stellt dem XPS 13 zur IFA in Berlin das Dell 14S zur Seite. Es „komplementiere“ das XPS-Modell, sagt der Hersteller. Damit spricht es dieselbe Zielgruppe an, die Dell in erster Linie bei Studenten und jungen Erwachsenen sieht. Dafür setzt es auf ein farbenfrohes Aluminiumgehäuse, mehr Ports und immer Intel Wildcat Lake.
Das neue Dell 14S sei somit weder unter- noch oberhalb des XPS 13 zu sehen, sondern stelle eine Alternative daneben dar. Es handelt sich somit auch um einen zweiten Angriff auf das MacBook Neo. Was das 14S kosten wird, hat Dell noch nicht verraten, doch soll es im Herbst ohnehin zuerst in Nordamerika auf den Markt kommen. Ein guter Richtungsweiser dürfte aber besagtes XPS 13 sein, das in den Vereinigten Staaten 699 US-Dollar vor Steuern kostet (ohne Studentenrabatt), während es in Deutschland ohne Abzüge – selbst unter Steuerberücksichtigung – bei höheren 1.049 Euro liegt.
Was macht das Dell 14S also anders? Zunächst einmal sind es die Farben, die Dell für das Aluminiumgehäuse zur Auswahl stellt. Anstelle des schlichten „Sky“ und „Storm“, die es für das XPS 13 gibt, stehen hier die vier farbenfrohen Optionen „Linen“, „Dusty Rose“, „Washed Denim“ und „Velvet Green“ zur Auswahl.
Da im Dell 14S kein 13-, sondern ein 14-Zoll-Display verbaut ist, fällt es insgesamt etwas größer als das XPS 13 aus, mit Abmessungen von 313 × 217 × 12,21 – 13,5 mm und 1,15 kg bleibt es aber kompakt und leicht. Dennoch schafft das Platz für zwei Anschlüsse mehr im Gehäuse. Wo es beim XPS 13 lediglich zweimal USB-C mit 10 Gbit/s (Wildcat Lake) oder Thunderbolt 4 (Panther Lake) gibt, stellt das Gehäuse des Dell 14S neben ebenfalls zweimal USB-C mit 10 Gbit/s auch einmal HDMI 1.4 und zusätzlich 3,5-mm-Klinke.
Für drahtlose Verbindungen werden WLAN-Module von Realtek mit Wi-Fi 6 1×1 und Bluetooth 5.3 sowie von MediaTek mit Wi-Fi 6E 2×2 und Bluetooth 5.4 angeboten.
Thunderbolt 4 ist hingegen keine Option für das Dell 14S, da im Neuzugang ausschließlich auf Intel Wildcat Lake ohne diesen Standard gesetzt wird. Dell stellt dabei den Core 5 320 und Core 7 350 zur Auswahl, also zwei Prozessoren, die immer zwei P- und vier LPE-Kerne bieten, während zum Beispiel im (nicht von Dell angebotenen) Core 3 304 nur ein P-Kern verbaut ist. Wildcat Lake stellt aber eben kein natives Thunderbolt 4 zur Verfügung.
Die CPUs lassen sich mit 8 GB oder 16 GB LPDDR5X-7467 im Single-Channel-Modus sowie 25 GB, 512 GB oder 1 TB großer SSD im M.2-Format kombinieren. Die größeren DRAM- und NAND-Konfigurationen dürften das Dell 14S sehr schnell sehr teuer machen und damit der anvisierten Zielgruppe entreißen.
Im Kontrast zum XPS 13 verzichtet Dell auf ein Touch-Display, der 14-Zoll-Bildschirm wird in einer 2K-Variante (1.920 × 1.200) mit 60 Hz und 300 cd/m² sowie aufpreispflichtig in 2.8K (2.880 × 1.800) mit 120 Hz und 450 cd/m² angeboten. Oberhalb des Panels sitzt im Displayrahmen entweder eine klassische 2-MP-Webcam oder ein Modell zusätzlich mit Infrarotsensor für die biometrische Anmeldung mit Windows Hello. Bei den Betriebssystemen stellt Dell Windows 11 Home und Windows 11 Pro zur Auswahl.
Dell bewirbt insbesondere auch die Akkulaufzeiten des Notebooks. Das Dell 14S soll Studenten durch den gesamten Tag begleiten können und an einem konkreten Szenario gemessen Laufzeiten von 27 Stunden für die lokale Videowiedergabe und 21 Stunden für das Netflix-Streaming ermöglichen – beides in Full HD mit 150 cd/m² für die kleinste Hardware-Konfiguration. Dafür kommt eine 3-Zellen-Batterie mit 61,2 Wh zum Einsatz.
Optional soll eine „750ED PNCM battery“ angeboten werden, die dank einer dichteren Zellbauweise eine längere Akkulaufzeit ermöglichen soll. Laut Hersteller wurde die Zelle so entwickelt, dass sie unter hoher Belastung weniger Wärme entwickelt und ihre Kapazität über längere Zeit besser hält – ohne dabei zusätzliches Gewicht oder höhere Kosten zu verursachen. Details zur Verfügbarkeit fehlen diesbezüglich aber noch.