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Erste Sonde zu anderem Stern soll 2029 starten – und 80.000 Jahre unterwegs sein
Zwar hat die Menschheit schon Sonden aus dem Sonnensystem geschickt, aber keine fliegt zu einem anderen Stern. Das soll sich noch in diesem Jahrzehnt ändern.
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Eine gemeinnützige Organisation aus den USA will noch vor Ende des Jahrzehnts die erste Sonde zu einem anderen Stern schicken und damit auch das sogenannte Fermi-Paradox beleuchten. Die Fermi Explorer Mission zu Alpha Centauri soll den Auftakt zur Besiedlung der Milchstraße darstellen. Laut ihrer Ankündigung gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die erste interstellare Sonde bis zu ihrer Ankunft in etwa 80.000 Jahren überholt werden wird. Bei ihrer Ankunft würde sie dann von Menschen erwartet. Die Sonde soll ein Kilogramm an Nutzlast mitnehmen, wer sich an der Finanzierung beteiligt, soll eigene Initialen, den Namen oder gar einen Gegenstand mitschicken dürfen. Die geplante Flugroute stammt von einem KI-System und benötigt merklich weniger Treibstoff.
Das jetzt unter anderem mit einem Video vorgestellte Konzept, erinnert an das Projekt Breakthrough Starshot, das vor mehr als zehn Jahren präsentiert wurde. Vollmundig angekündigt wurde damals, dass winzige Nano-Raumschiffe an Sonnensegeln auf 20 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, wo sie nach nur 20 Jahren ankommen sollten. Was sie dort bei ihrem extrem kurzen Durchflug an Daten gesammelt hätten, wäre vier Jahre später auf der Erde empfangen worden. Auch weil der israelische Milliardär Yuri Milner nicht einmal ansatzweise die zugesagten 100 Millionen US-Dollar bereitgestellt hat, wurde das Projekt aber vor einem Jahr still und heimlich beerdigt. Die Fermi Explorer Mission hat nun ganz andere Pläne, übernimmt aber den anvisierten Stern.
Die auf 80.000 Jahre angelegte Fermi Explorer Mission soll jetzt lediglich 15 Millionen US-Dollar kosten, das Geld soll von Privatleuten eingesammelt werden, die sich im Gegenzug auf der Nutzlast verewigen können. Es wäre die bislang mit Abstand längste Mission der Menschheitsgeschichte, vor 80.000 Jahren hat der anatomisch moderne Mensch noch nicht einmal Europa, den größten Teil Asiens, Australien und den Doppelkontinent Amerika erreicht. In dem Werbevideo für die Mission wird die Sonde während ihres Flugs von zahlreichen Raumschiffen der Menschen überholt und schließlich bei Alpha Centauri von einer gigantischen Ringwelt erwartet. In dem Film geht es aber noch weiter und der Flug wird nur als Auftakt zur Besiedlung der Milchstraße und schließlich weiterer Galaxien verkauft.
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Mit dem Namen und dieser Vision verweisen die Verantwortlichen auf das sogenannte Fermi-Paradox. So wird ein von dem Physiker Enrico Fermi formulierter Widerspruch bezeichnet, der im Kern darauf verweist, dass wir keine außerirdischen Zivilisationen finden, obwohl diese augenscheinlich zahlreich sein sollten. Dafür gibt es verschiedene Erklärungsansätze, die von der Fermi Explorer Mission in drei Kerngedanken zusammengefasst werden: Entweder ist menschenähnliche Intelligenz im Universum außergewöhnlich selten, oder es gibt sie aus irgendeinem Grund immer nur äußerst kurz. Sollte sie doch häufig sein, mache sie möglicherweise absichtlich nicht auf sich aufmerksam, oder kann das nicht.
Mit dem Start der ersten Sonde, die gezielt einen anderen Stern ansteuert, könne die Menschheit nun zum ersten Mal beweisen, dass es für intelligente Spezies nicht unmöglich ist, ihre jeweils nächsten Sterne zu erreichen. Weiterhin könne man beweisen, dass sich nicht alle Spezies bewusst dafür entscheiden, ihren Heimatstern nie zu verlassen. Im Ergebnis würde das darauf h