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Mozilla Thunderbird 155: Verbesserungen bei OAuth bei IMAP- und SMTP-Servern
Mit Thunderbird 155 führt Mozilla unter anderem benutzerdefiniertes OAuth für IMAP- und SMTP-Server ein und vereinfacht zugleich die manuelle Einrichtung von Exchange-, Graph- und Custom-OAuth-Konten. Hinzu kommen erweiterte S/MIME-Informationen, neue Unternehmensrichtlinien und zahlreiche Fehlerkorrekturen.
Vor allem die manuelle Konfiguration von Exchange, Microsoft Graph und benutzerdefinierten OAuth-Verfahren will Mozilla mit Thunderbird 155 vereinfacht haben. Eigene OAuth-Konfigurationen lassen sich fortan auch für IMAP- und SMTP-Server verwenden und um Einstellungen für PKCE sowie die Anmeldung über einen externen Browser ergänzen. Darüber hinaus dürfen OAuth-Erweiterungen mit dem Update die integrierten Einstellungen für ausgewählte Domains und Hostnamen überschreiben.
Auch bei S/MIME stellt Mozilla dem Anwender künftig mehr technische Informationen zur Verfügung. Das entsprechende Popup weist dafür nun Signatur-, Digest- und Verschlüsselungsalgorithmen sowie die verwendeten Schlüsselgrößen aus. Über
mail.addr_book.add_item_default_uri lässt sich für Kontakte zudem festlegen, in welchem Adressbuch manuell hinzugefügte Einträge standardmäßig gespeichert werden. Unternehmen erhalten mit zusätzlichen Richtlinien weitere Kontrollmöglichkeiten: Über DisableQRExport lässt sich der QR-Export deaktivieren, während Administratoren mit DisableExperimentalFeatures experimentelle Funktionen vollständig abschalten können.
Den größten Anteil an Thunderbird 155 nehmen allerdings Fehlerkorrekturen ein, bei denen die Entwickler allein drei ausdrücklich genannte Absturzursachen beseitigt haben wollen. Dazu zählen eine fehlerhafte Speicherbehandlung der Datenbank, das Beenden des Programms während des Wartens auf eine OAuth2-Passworteingabe sowie Abstürze beim Laden von Mailordnern.
Darüber hinaus werden IMAP-Tags mit Thunderbird 155 wieder automatisch zwischen Clients synchronisiert. Änderungen an älteren IMAP-Tags gelangen ebenfalls wieder korrekt zum Server und verschwinden nach einer Aktualisierung nicht mehr. Die Schnellsuche berücksichtigt außerdem wie gewohnt die im Adressbuch hinterlegten Anzeigenamen. Filter für Anhänge sollen in der globalen Suche weder verschwinden noch fälschlicherweise keine Treffer liefern. Auch die Suche im Nachrichteninhalt funktioniert wieder bei Quoted-Printable-Nachrichten, die mit einem sogenannten Soft Line Break enden.
Mehrere Korrekturen betreffen zudem den Umgang mit Nachrichten und Anhängen. SVG-Bilder werden wieder korrekt dargestellt, wenn die Inline-Anzeige von Anhängen deaktiviert ist. Gleiches gilt für Textanhänge aus Apple Mail innerhalb von MIME-Nachrichten. Weitergeleitete Nachrichten sollen darüber hinaus nicht länger mit einer falschen Zeichenkodierung erscheinen. Schlägt der verschlüsselte Versand einer Nachricht fehl, bleibt deren Entwurf nun erhalten. Filter sollen beim Herunterladen neuer Nachrichten während des Programmstarts zudem keine leeren Nachrichten mehr in lokale Ordner kopieren.
Weitere Fehlerbehebungen betreffen die Kontoverwaltung. Nach einer fehlgeschlagenen Einrichtung soll kein eingehender Server mehr zurückbleiben, der einen erneuten Einrichtungsversuch blockiert. Beim Entfernen eines Kontos löscht Thunderbird nun außerdem dessen OAuth-Token aus dem Passwortmanager. Wird ein Exchange-Konto entfernt, bleiben die Einstellungen des zugehörigen Ausgangsservers ebenfalls nicht länger erhalten. Der Account Hub fragt nach einer erfolgreichen Anmeldung zudem nicht mehr unmittelbar erneut nach den Zugangsdaten für den Kalender. Darüber hinaus haben die Entwickler zwei potenziell problematische Synchronisationsfehler beseitigt.
Auch an der Oberfläche haben die Entwickler nachgebessert. Gedrückt gehaltene Pfeiltasten ermöglichen nun wieder eine flüssige Navigation durch die Ordneransicht, während in den Suchergebnissen die Einträge zum Markieren und Kennzeichnen zurückkehren. Unter macOS bleibt die Anzeige ungelesener Nachrichten im Dock nach einem Neustart erhalten, selb