// HEISE ONLINE — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
Apple-Manager Maestri: Ex-CFO hat kaum mehr etwas zu tun
Oft machen Manager bei Apple nach ihrem Hauptamt in kleinerer Rolle weiter. Luca Maestri gibt nun seine letzte Manager-Position ab.
Apple-Manager Luca Maestri: Lange wichtige Rolle, nun bald in Rente?
Apples ehemaliger Chief Financial Officer (CFO) Luca Maestri hat künftig keine offizielle Rolle mehr. Laut einem Bloomberg-Bericht gab der Italiener, der im Oktober 63 Jahre alt wird, seine letzte Position als Vizepräsident für Unternehmensdienste in den vergangenen Wochen auf. Als „Vice President in Charge of Corporate Services“ war er zuletzt für Informationssysteme und IT, Informationssicherheit im Unternehmen sowie die Verwaltung von Apples Immobilienbesitz zuständig. Maestri hatte den Job nach seinem Abgang als CFO Ende 2024 übernommen. Seither ist Kevan Parekh sein Nachfolger, den er selbst in das Amt eingeführt hatte. Maestri war vor seiner Karriere bei Apple, die 2014 begann, unter anderem bei GM, Nokia Networks und Xerox tätig.
Laut Bloomberg soll Maestri den Vizepräsidentenposten in den vergangenen Wochen verlassen haben. Er blieb aber Angestellter von Apple, wenn auch ohne offizielle Verantwortlichkeiten – bis auf ein Seminar in der sogenannten Apple University, Apples internem Schulungssystem. Maestri hatte zuletzt direkt an Tim Cook berichtet, der Ende August als CEO abgetreten und in den Aufsichtsrat gewechselt war. Seit gestern ist John Ternus der neue Apple-Chef.
Apple kommentierte Maestris Abgang zunächst nicht. Wer seine Aufgaben übernimmt, blieb zunächst unklar; er soll aber zuletzt vor allem eine Oversight-Rolle bekleidet haben, die nun an seinen CFO-Nachfolger Parekh übergeht.
Apples typische Strategie war es unter Tim Cook, verdiente Manager an den Konzern auch bis ins höhere Alter zu binden – entweder in operativer Rolle oder als sogenannter Apple Fellow. Manchmal ist letzteres auch mit bestimmten Tätigkeiten im Tagesgeschäft verbunden, wie dies bei Ex-Marketingchef Phil Schiller der Fall war. Dieser hatte zum Amtsantritt Ternus' seine Aufgaben im App Store sowie bei der Event-Gestaltung allerdings abgegeben. Ob Ternus Cooks Strategie weiterverfolgt, ist also unklar.
Maestri soll zuletzt dafür gesorgt haben, dass Apple im KI-Bereich beim Einkauf von Technik eher auf die Bremse getreten war. Angeblich hat er Bestellungen von KI-Beschleunigern halbiert – ein Vorfall, der bereits 2023, also mitten im ChatGPT-Hype erfolgt sei. Mittlerweile lässt sich Apple unter anderem von Google in Sachen KI unter die Arme greifen. Ein Vorteil: Im Gegensatz zu anderen IT-Riesen hat Apple daher keine Riesenkredite an der Backe.
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden.
Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden.
Mehr dazu in unserer
Datenschutzerklärung.
Mac & i informiert Sie im täglichen Newsletter über alles Wichtige rund um Mac, iPhone und Apple Watch.