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Warum in der Wahl auch ein Risiko für die AfD steckt
Die AfD liegt vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in Umfragen vorn und hofft auf ein bundesweites Signal. Doch es gibt auch Risiken - und Zweifel an der Regierungsfähigkeit der Partei.
Die AfD hat einen Lauf, das zeigen Umfragen. Doch wird aus dem derzeitigen "Trainings-Weltmeister" auch ein "politischer Champion"? Also eine Regierungspartei? "Wir werden regieren", gibt sich Parteichefin Alice Weidel im ZDF-Sommerinterview siegessicher. In Sachsen-Anhalt, in Mecklenburg-Vorpommern, im Land Berlin - "und wir werden auch im Bund regieren".
Damit hat Weidel das Saisonziel definiert. Und ihr derzeitiger Star, der betont gut gelaunte Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, sekundiert im mdr Duell, dass Sachsen-Anhalt nur "der erste Schritt" sei.
Das zeigt: Siegmund ist sich einerseits der Hoffnung, die die gesamte Partei in ihn setzt, bewusst. Und andererseits weiß er, dass er - sollte er wirklich eine Mehrheit für eine AfD-Regierung bekommen - auf andere angewiesen ist. Denn sein Wahlprogramm ist an vielen Stellen, das haben die Duelle und Befragungen der vergangenen Wochen noch einmal deutlich gemacht, ohne eine AfD-Regierung im Bund oder zumindest in anderen Bundesländern nicht umsetzbar.
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Wie groß ist die Chance, dass die AfD gleich bei beim ersten Schritt in Sachsen-Anhalt stolpert? Und wie schlimm wäre das für die Partei, gut 13 Jahre nach ihrer Gründung? Warum gibt es die vollmundigen Ankündigungen, die trotz der guten Umfragewerte unrealistisch erscheinen?
"Für die AfD geht es vor allem darum, zu zeigen, dass die Stimme an sie nicht verschenkt ist", sagt der Politikwissenschaftler Marcel Lewandowsky von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die AfD wolle zeigen: "'Wir sind in all diesen Bundesländern so stark, dass wir zumindest theoretisch die Möglichkeit haben, an einer Regierung beteiligt zu werden. Und wenn das nicht passiert, dann ist das - in Anführungszeichen - 'die Schuld der etablierten Parteien'."
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