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NASA-Sonde New Horizons: Drohende Abschaltung von Instrumenten wegen Geldmangel
Seit ihrem Vorbeiflug am Pluto erforscht New Horizons den Rand des Sonnensystems. Weil zugesagtes Geld nicht fließt, droht eine Abschaltung von Instrumenten.
Künstlerische Darstellung von New Horizons im Gegenlicht
(Bild: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute/Steve Gribben/Alex Parker)
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Aus Geldmangel müssen die Verantwortlichen bei der NASA womöglich schon in wenigen Wochen zwei zentrale Instrumente der Weltraumsonde New Horizons am Rand des Sonnensystems deaktivieren – obwohl die noch Jahrzehnte funktionieren könnten. Das hat das Wissenschaftsmagazin Science öffentlich gemacht, ein dort zitierter Experte spricht von einem „unermesslichen Verlust“, sollte es tatsächlich dazu kommen. Nötig wird der Schritt demnach, weil sich die NASA-Abteilung für die Erforschung der Sonnenphysik seit zwei Jahren nicht an eine Finanzierungsvereinbarung hält und ohne Begründung insgesamt vier Millionen US-Dollar zurückgehalten hat. NASA-Chef Jared Isaacman hat auf den Bericht bereits reagiert und angedeutet, dass eine Rettung doch noch möglich sein könnte.
New Horizons wurde Anfang 2006 gestartet und hat am 14. Juli 2015 als erste Sonde überhaupt den in der Zwischenzeit zum Zwergplaneten degradierten Pluto passiert. Enthüllt hat sie dort eine überraschend komplexe Welt. Später erreichte sie dann wieder als erstes Objekt von Menschenhand einen Himmelskörper im sogenannten Kuipergürtel – den zweigeteilten Arrokoth. Seitdem hat sie kein neues Zielobjekt, befindet sich aber weiter auf dem Weg aus dem Sonnensystem. Danach hat die Sonde unter anderem dabei geholfen, die größte Parallaxmessung der Geschichte vorzunehmen und die Hintergrundhelligkeit des Universums zu analysieren. Dabei hat sie für eine Überraschung gesorgt. Inzwischen gehört New Horizons zu den am weitesten entfernten Sonden der Menschheit.
Alan Stern, der Chefwissenschaftler von New Horizons, hat jetzt gegenüber Science versichert, dass sich die Raumsonde in einem perfekten Zustand befinde. Ihm zufolge könnte die Sonde bis 2050 durchhalten und dann möglicherweise Daten sammeln, wenn sie die Heliopause hinter sich gelassen und den interstellaren Weltraum erreicht hat. Von der Abschaltung bedroht sind demnach die beiden Instrumente Pluto Energetic Particle Spectrometer Science Investigation (PEPSSI) und Solar Wind around Pluto (SWAP). Damit könnte man neutrale Atome aus dem interstellaren Raum vermessen, die in der Heliosphäre geladen und vom Sonnenwind mitgerissen werden. Wenn man das nicht tun könnte, wäre der Verlust unermesslich, zitiert Science den Astrophysiker Gary Zank.
Laut Science gehen die Finanzprobleme auf frühere Schwierigkeiten zurück, als einem Teil der Forschungsmission der Sonde das Ende drohte. Bei der NASA sei dann eine Vereinbarung getroffen worden, laut der sich die Abteilung für planetenwissenschaftliche Forschung mit jährlich 10 Millionen US-Dollar an der Mission beteiligen soll. Von der Heliophysik sollten die restlichen zwei Millionen US-Dollar kommen. Das habe ein paar Jahre funktioniert, aber dann seien die zwei Millionen seit 2025 zurückgehalten worden. Eine Erklärung dafür habe es nicht gegeben. Mit dem Geld wird demnach das Gehalt jener Angestellten bezahlt, die Daten herunterladen und auswerten. „Es ist kurzsichtig, einfach hier und da willkürlich Dinge abzuschalten“, meint die Forscherin Fran Bagenal aus dem Team.
Unmittelbar nach Veröffentlichung des Berichts hat NASA-Chef Jared Isaacman auf dem Kurznachrichtendienst X reagiert und versichert, dass die Angelegenheit geprüft werden soll. Das große Geld sei doch bereits in die Mission investiert worden, prinzipiell sei er dafür, „hochwertige wissenschaftliche Ergebnisse bei geringen Kosten“ zu erzielen. Schon bisher gehe man davon aus, dass Geld ausgegeben werden muss, um Missionen lange am Leben zu halten