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DLSS 5 kostet auf einer RTX 5080 bis zu 73 Prozent Leistung – und dann wäre da noch die Sache mit dem Grafikstil
Erste Messungen mit NBA 2K27 zeigen, wie viel Leistung Nvidias neues Neural Rendering verschlingen kann. Ein Experiment mit No Man’s Sky wirft derweil eine ganz andere Frage auf.
DLSS stand bislang vor allem für mehr Bilder pro Sekunde. Mit DLSS 5 dreht Nvidia den Spieß ein Stück weit um. Die neue Technik soll Spiele sichtbar aufhübschen, verlangt dafür aber selbst ordentlich Rechenleistung.
DLSS (Deep Learning Super Sampling) ist Nvidias KI-gestützte Upscaling-Technologie exklusiv für RTX-Grafikkarten. Sie berechnet Spiele in einer niedrigeren Auflösung und skaliert diese mithilfe künstlicher Intelligenz hoch, um Bildraten bei hoher Qualität massiv zu steigern. Bei DLSS 5 und „3D-Guided Neural Rendering“ geht es aber nicht mehr nur um Performance-Gewinn.
Wie viel, zeigen erste Messungen von PC Gamer mit NBA 2K27. Auf einem System mit Ryzen 7 9800X3D, GeForce RTX 5080 und 32 GB DDR5 brach die durchschnittliche Bildrate in einem Test um bis zu 73 Prozent ein. Und während Nvidia damit gerade die nächste Stufe seiner KI-Grafiktechnik zündet, bauen Modder DLSS 5 bereits in Spiele ein, für die es eigentlich gar nicht gedacht ist. No Man's Sky ist eines davon und dort gefällt das Ergebnis nicht jedem.
Fangen wir mit den nackten Zahlen an. PC Gamer testete eine Vorabversion von NBA 2K27 mit Ultra-Details und aktiviertem Raytracing. In 1440p lieferte die RTX 5080 ohne DLSS 5 durchschnittlich 230 Bilder pro Sekunde. Mit DLSS 5 waren es nur noch 93 FPS.
In 4K wird es noch deutlicher. Dort sank die Bildrate von durchschnittlich 183 auf 49 FPS. Das entspricht einem Minus von rund 73 Prozent. Auch die 1-Prozent-Lows sackten ordentlich ab, nämlich von 91 auf 31 FPS.
Völlig aus dem Nichts kommt dieser Leistungshunger allerdings nicht. Nvidia selbst hatte bereits mit einem Verlust von ungefähr 50 bis 60 Prozent gerechnet. Hinzu kommt, dass PC Gamer während normaler Matches gemessen hat. Die Ergebnisse sind deshalb nicht so exakt reproduzierbar wie ein klassischer Benchmark, zeigen aber ziemlich deutlich, was DLSS 5 zusätzlich an Rechenleistung verlangt.
Mit Upscaling und Frame Generation lässt sich das zumindest teilweise wieder auffangen. In 4K kam die RTX 5080 mit DLSS im Qualitätsmodus und zweifacher Frame Generation auf 255 FPS. Mit zusätzlich aktiviertem DLSS 5 blieben davon noch 92 FPS übrig.
Das wirkt erst einmal ungewöhnlich. Schließlich verbinden wir DLSS seit Jahren vor allem mit höheren Bildraten. DLSS 5 verfolgt aber ein anderes Ziel. Nvidia nennt die Technik „3D-Guided Neural Rendering“. Vereinfacht gesagt bekommt ein KI-Modell nicht nur das fertige Bild, sondern zusätzliche Informationen direkt aus der Engine. Daraus kann es unter anderem Beleuchtung, Materialien, Haut, Lichtdurchlässigkeit und Kontaktschatten überarbeiten.
DLSS 5 hängt also noch eine zusätzliche Verarbeitung an die Rendering-Pipeline. Und die kostet Leistung. Super Resolution und Frame Generation sind davon getrennt und können weiterhin zusätzlich eingesetzt werden.