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Umfrage: Jeder zweite Jugendliche befürwortet Altersgrenzen für Social Media
von Carsten Knobloch
6. Sep. 2026 |
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Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) soll Einblicke in die Social-Media-Nutzung von Teenagern in Deutschland liefern. Mehr als die Hälfte der befragten 12- bis 17-Jährigen spricht sich für Einschränkungen aus: 47 Prozent befürworten ein Verbot bis zu einem gewissen Alter (im Schnitt bis 14 Jahre), weitere acht Prozent sind sogar für ein komplettes Nutzungsverbot für Minderjährige. Rund 39 Prozent lehnen solche Beschränkungen ab. Hätte ich so nicht gedacht.
Gleichzeitig gaben vier von fünf Jugendlichen an, dass ihnen soziale Netzwerke grundsätzlich guttun – vorrangig für Spaß, Zeitvertreib und den Kontakt zu Freunden. Zu den meistgenutzten Diensten zählen YouTube, TikTok, Instagram, Snapchat und Roblox. Dennoch gibt es klare Frustfaktoren: Am meisten nerven übermäßige Werbung (57 Prozent) sowie falsche und irreführende Inhalte (52 Prozent). Jeweils über 30 Prozent stören sich an Mobbing, unerwünschten Inhalten oder schlicht an der vielen Zeit, die auf den Plattformen versickert.
Bei der täglichen Bildschirmzeit zeigt sich ein klarer Zusammenhang zum Wohlbefinden. Wer vier Stunden oder mehr pro Tag in den Feeds verbringt, berichtet deutlich häufiger von schlechter Laune, innerer Unruhe, Schlafproblemen oder Erschöpfung als Befragte mit geringerer Nutzungsdauer. Viele Jugendliche steuern bereits selbst dagegen, indem sie Profilen entfolgen, Benachrichtigungen deaktivieren oder das Smartphone bewusst beiseitelegen.
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