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Zu viele Touristen - wie Dubrovnik gegensteuert
Dubrovnik zählt zu Europas beliebtesten Reisezielen. Durch die Serie "Game of Thrones" wurde die kroatische Hafenstadt weltberühmt - nun geht sie gegen "Overtourism" vor.
Tea Batinić kennt Dubrovnik wie ihre Westentasche. Die 75-Jährige lebt seit ihrer Geburt in einem Haus in der Altstadt. Seit Jahrzehnten beobachtet sie die Veränderungen in ihrer Heimat. Für sie hat sich die Art des Urlaubmachens grundlegend gewandelt: "Schneller, billiger, weniger Zeit - es muss immer mehr sein, und das möglichst sofort. Mehr, mehr, mehr." Die Touristenmassen seien wie ein Tsunami, sagt Tea.
Im Rathaus empfängt Bürgermeister Mato Franković das Team der ARD. Ein Treffen in der Stadt war nicht möglich. Der Politiker steht unter Polizeischutz. Nach eigenen Angaben erhält er immer wieder Drohungen. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2017 verfolgt Franković eine Politik, die den Tourismus in der Stadt stärker begrenzen soll. Das hat ihm Gegner eingebracht, denn viele in der Stadt leben vom Tourismus.
"Alles, was ich tue, tue ich für die Stadt", sagt der Bürgermeister. Manche hätten offenbar geglaubt, er lasse sich durch Drohungen von seinen Entscheidungen abbringen. Hinter den Einschüchterungsversuchen vermutet Franković Interessengruppen aus dem Immobiliengeschäft mit Verbindungen nach Montenegro. Doch was ihm zu Hause Drohungen einbringt, zeichnet die Europäische Union aus. Dubrovnik ist "European Green Pioneer of smart Tourism 2026".
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Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie: Mehrere geplante Großprojekte werden aufgegeben. "Wir streichen sechs große Tourismuszonen", sagt Franković. Dort hätten ursprünglich mehr als 1.000 Wohnungen entstehen sollen.
Rund um die Altstadt sollen zudem zahlreiche Grundstücke, die bislang als Bauland ausgewiesen waren, künftig in Grünflächen umgewidmet werden. "Dubrovnik braucht keine weiteren Wohnungen und keine weiteren Ferien- oder Touristenunterkünfte mehr", sagt der Bürgermeister.
Interview
12.08.2019
Der Tourismus-Forscher erklärt, welche Maßnahmen gegen Overtourism getroffen werden müssen.
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Wie stark der Tourismus den Wohnungsmarkt verändert hat, erlebt Tea Batinić direkt in ihrem eigenen Haus. Mehrere Wohnungen seien inzwischen in Airbnb-Quartiere umgewandelt worden. Sichtbar werde das bereits am Eingang: Dort hängen zwei Schlüsseltresore für Feriengäste.