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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Sorgen um Wirtschaft und steigende Preise
Die CDU kämpft bei der Wahl in Sachsen-Anhalt mit einer AfD im Höhenflug - und mit Gegenwind aus Berlin. Die Unzufriedenheit mit Kanzler Merz ist groß, die Beunruhigung bei Wählerinnen und Wählern auch.
Einer der kontroversesten und bundesweit am stärksten beachteten Landtagswahlkämpfe der vergangenen Jahre ist zu Ende. 1,7 Millionen Wahlberechtigte in Sachsen-Anhalt entscheiden heute über ihr Parlament und indirekt über die nächste Landesregierung.
In den Vorwahlumfragen der letzten Wochen spiegelt sich die Aufregung nicht wider. In den repräsentativen Umfragen im Auftrag von ARD und ZDF haben sich die Werte der Parteien nur im Rahmen der üblichen statistischen Schwankungen bewegt.
Danach kann die AfD mit einem Rekordergebnis rechnen. Auch eine Regierungsmehrheit ist zwar im Bereich des Möglichen. Allerdings gab es bislang keine Umfrage, in der das der Fall war. In der ARD-Vorwahlumfrage Ende August stand die AfD bei 42 Prozent.
Für die seit 2002 regierende CDU deutet sich eine schwere Niederlage an. Sie kam bei infratest dimap zuletzt auf 22 Prozent. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie - ähnlich wie schon in Thüringen - für eine Mehrheit auf Stimmen der Linken angewiesen sein wird.
Sachsen-Anhalt ist allerdings bekannt für Überraschungen am Wahltag. Es ist das Bundesland mit der durchschnittlich geringsten Wahlbeteiligung und besonders schwacher Parteienbindung. 2021 erklärte bei der Wahltagsbefragung von infratest dimap für die ARD ein Drittel der Wählerinnen und Wähler, sich erst am Sonntag selbst oder wenige Tage zuvor entschieden zu haben. Vorwahlumfragen sind eben keine Vorhersagen - der Ausgang dieser Landtagswahl ist offen.
Die Stimmung in Sachsen-Anhalt ist geprägt von einem kritischen Blick auf die Lage der Wirtschaft, großer Sorge über steigende Preise und Enttäuschung über die Bundesregierung. Nur für 13 Prozent der von infratest dimap in dieser Woche Befragten geben die Verhältnisse in Deutschland Anlass zu Zuversicht, 82 Prozent sind beunruhigt.
FAQ
06.09.2026
Wer wird in Sachsen-Anhalt künftig regieren? Rund 1,8 Millionen Wahlberechtigte können darüber heute entscheiden.
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Entsprechend zurückhaltend wird die bisherige Landesregierung aus CDU, SPD und FDP bewertet. 31 Prozent sind zufrieden mit ihrer Arbeit, 66 Prozent unzufrieden. Bei der vergangenen Wahl vor fünf Jahren gab es noch ein mehrheitlich positives Bild.