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beyerdynamic Aventho Y im Test: Neuer Over-Ear-Kopfhörer mit Charme
von André Westphal
6. Sep. 2026 |
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beyerdynamic hat in dieser Woche seinen neuen Over-Ear-Kopfhörer Aventho Y vorgestellt. Da ich vor einiger Zeit schon die Aventho 200 und Aventho 300 angehört habe, wollte ich mir auch mal im Vergleich den Neuling zu Gemüte führen. An den bisherigen Modellen hat mich vor allem die aktive Geräuschunterdrückung herbe enttäuscht, während mir der Tragekomfort sehr gut gefallen hat. Wie schlägt sich da nun der Aventho Y?
Vielleicht hat sich mancher Leser den beyerdynamic Aventho Y auf der IFA 2026 einmal angesehen bzw. angehört? Auf der Messe hat der Over-Ear-Kopfhörer nämlich einen Einstand gegeben. Spannend ist an diesem Modell übrigens der Kniff, bei Bedarf eine "Umrüstung" zum Gaming-Headset vorzunehmen. Dafür könnt ihr ab Oktober 2025 ein Bundle aus zusätzlichem, ansteckbarem Bügelmikrofon und einem kompatiblen USB-Dongle für 2,4-GHz-Verbindungen nachkaufen.
Der beyerdynamic Aventho Y unterstützt Bluetooth 6.0, auch mit Multipoint zum schnellen Quellenwechsel, und kommt auf eine Akkulaufzeit von 90 Stunden - ohne ANC. Mit aktiver Geräuschunterdrückung sind es dann rund 60 Stunden. Per Schnellladung tankt ihr in 5 Minuten wieder ausreichend Ladung für 6 Stunden Wiedergabe nach. Im Handel ist der Over-Ear-Kopfhörer seit Ende der Woche für 149 Euro erhältlich.
Ich habe den beyerdynamic Aventho Y parallel zum neuen Gaming-Headset MMX 100 Wireless getestet, sodass sich einige interessante Vergleiche aufgedrängt haben. Beispielsweise ist das Kopfband beim MMX 100 Wireless trotz des geringen Preises deutlich besser gepolstert. Offenbar geht beyerdynamic davon aus, dass Gaming-Sessions länger andauern als andere Tätigkeiten. Dafür gefallen mir wiederum die Kunstleder-Polster des Aventho Y etwas besser. Sie sind nach dem Tragen leichter zu reinigen, falls es mal "heiße Ohren" gibt.
Getestet habe ich den beyerdynamic Aventho Y in der Farbvariante Soft Jade. Das ist ein helles Grün. An der linken Ohrmuschel sitzen dabei ein Regler für Power bzw. die Verbindungen und der ANC-Button. Rechts findet ihr die Lautstärketasten und zwischen ihnen einen Button für Play/Pause. Eine mehrfarbige LED an der linken Muschel zeigt euch Lade- und Betriebszustand an.
Lob muss ich beyerdynamic dafür aussprechen, dass man für die Bügelkonstruktion auf Metallstreben setzt. Das fühlt sich nicht nur hochwertiger an, sondern sollte auch die Langlebigkeit erhöhen. Die Größe ist dabei in kleinen Stufen verstellbar, die leise einrasten. In den Ohrmuscheln ist dabei aufgrund schmalerer Ränder etwas mehr Platz als bei den MMX 100 Wireless, die fast wie On-Ears wirken.
Im Lieferumfang des Aventho Y liegen neben den Kopfhörern selbst auch ein USB-C-Ladekabel sowie eine Stofftasche bei. Auf ein praktisches Hardcase, wie beim Aventho 300, müsst ihr also verzichten. Für den Transport könnt ihr die Ohrmuscheln des Kopfhörers aber um 180 Grad drehen. Zusammenfalten lassen sich die Over-Ears jedoch nicht.
Der beyerdynamic Aventho Y kam in meinem Testzeitraum sauber auf die angegebene Akkulaufzeit bzw. hielt eher noch einige Stunden länger durch. Dazu muss ich aber sagen, dass ich Musik meist auf moderaten Lautstärken höre. Kommt also natürlich darauf an, wie laut ihr aufdreht und auch, was für Klänge ihr euch so reinzieht. Das Datenblatt schlüsselt es dabei auf: Klanglich bleiben die Aventho Y formal hinter den höherwertigen Modellen wie dem Aventho 300 zurück. Letzterer deckt einen Frequenzbereich von 5 bis 22.000 Hz ab, während sich der Aventho Y mit 20 bis 20.000 Hz begnügt. Dennoch sind auch hier relativ große 45-mm-Treiber verbaut. Das Gros der Over-Ears begnügt sich mit 40 mm.
Ihr müsst überdies auf höherwertige Bluetooth-Codecs wie aptX oder LDAC verzichten. Es stehen nur SBC und AAC zur Verfügung. Inwiefern sich das in eurem Alltag spürbar auf den Klang auswirkt, hängt aber von vielen Faktoren ab. Etwa dem abgespielten Material, dem Zuspiel