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Zehntausende Fachkräfte im Verkauf könnten bald fehlen
Bis zum Jahr 2029 droht einer Studie zufolge ein gravierender Mangel an Verkäuferinnen und Verkäufern im deutschen Einzelhandel. Auch in anderen Berufen könnte der Fachkräftemangel stark zunehmen.
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird sich der Mangel an Fachkräften bis zum Ende des Jahrzehnts möglicherweise deutlich verschärfen. Insgesamt könnten 2029 rund 723.000 Fachkräfte fehlen, so eine aktuelle Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Das wären rund doppelt so viele wie 2025.
Größe Gruppe sind danach Verkäuferinnen und Verkäufer. Bundesweit liege hier die Fachkräftelücke bei rund 39.100 Verkäuferinnen und Verkäufern, die fehlen. In keiner anderen Berufsgruppe könnten dann so viele Stellen unbesetzt bleiben, sagte Studienautor Alexander Burstedde.
Nach Verkäuferinnen und Verkäufern dürften die Berufsgruppen Kinderbetreuung und -erziehung (29.900), Sozialarbeit und -pädagogik (23.600), Gesundheits- und Krankenpflege (18.700) sowie Bauelektrik (17.400) am stärksten betroffen sein.
"Der Fachkräftemangel wird sich in vielen Bereichen verschärfen, und wir werden das täglich spüren, etwa bei der Suche nach einem Pflegeplatz oder einem Handwerker", so Burstedde. Er rät der Politik, die Arbeitsanreize zu erhöhen und die qualifizierte Zuwanderung aus EU-Drittstaaten zu erleichtern.
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Die Berufsgruppe "Fachkraft im Verkauf ohne Produktspezialisierung" umfasst laut IW gut 870.000 Beschäftigte und ist damit die drittgrößte in Deutschland. Noch sei der Fachkräftemangel in diesem Bereich gering, so Burstedde. Das dürfte sich jedoch ändern.
Der Experte führt den erwarteten Anstieg unter anderem darauf zurück, dass in den kommenden Jahren viele Menschen in Rente gehen. Zugleich komme voraussichtlich zu wenig Nachwuchs nach - auch, weil weniger Arbeitskräfte aus dem Ausland gewonnen werden könnten. Eine wirtschaftliche Erholung dürfte den Bedarf an Fachkräften zusätzlich erhöhen.
Zu der Berufsgruppe zählen unter anderem Einzelhandelskaufleute und Fachverkäufer. Die meisten von ihnen arbeiten laut IW im stationären Einzelhandel, oft in direktem Kundenkontakt. Zu ihren Aufgaben gehören neben der Beratung auch kaufmännische Tätigkeiten wie Warenbestellungen oder die Gestaltung von Verkaufsflächen. Ausgenommen sind Verkäufer, die auf eine Warengruppe festgelegt sind, etwa Bäcker, Fleischfachverkäufer, Buchhändler oder Floristen.
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