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League of Legends: Für Entwickler ist das MMO die große Hoffnung, Fans fürchten nach 2XKO ein Desaster
Nach dem Aus des Fighting-Games 2XKO äußert sich Marc Merrill zum ambitionierten Online-Rollenspiel, doch die frustrierte Community zweifelt am Release.
Marc Merrill ist Mitgründer und aktueller CPO von Riot Games. Nach dem plötzlichen Entwicklungsstopp des Fighting-Games 2XKO hat er sich nun zum kommenden MMO geäußert und bezeichnete es intern als „den Gral“.
Auf der Pax West 2026 plauderte Merrill rund eine Stunde lang mit Greg Miller über die Geschichte und künftige Projekte von Riot Games. Dabei schnitten sie auch kurz das hauseigene MMO an. Ebenso sprachen sie über das Free2Play-Fighting-Game, das Riot Anfang des Jahres auf den Markt brachte und nun bald wieder einstellt.
„Wir kennen die Hoffnungen und Träume der Spieler“, so Merrill. „Es liegt jetzt an uns als Team und als Menschen, das Ganze erfolgreich umzusetzen. Was für eine lohnenswerte Quest. Intern nennen wir das Spiel scherzhaft den Gral. Unser Motto lautet: Scheiß drauf, viele tapfere Ritter werden auf dem Weg sterben.“
„Aber scheiß drauf, es ist der Gral, also packen wir es an. Genau diese Mentalität wollen wir pflegen. Das ist in dieser Größenordnung aber echt schwer. Trotzdem machen wir einen ordentlichen Job und die Zukunft sieht unglaublich rosig aus.“
Bereits Ende 2020 bestätigte Riot Games die Arbeit an einem MMO im Universum von League of Legends. Nach dem Abgang von Lead-Designer Greg Street im Jahr 2023 wurde die Entwicklung komplett neu gestartet, um sich stärker von Platzhirschen wie WoW abzuheben.
Das MMO befindet sich schon eine ganze Weile in Entwicklung. Bisher gibt es aber weder einen Namen (nicht mal einen bekannten Projektnamen) noch ein Release-Fenster oder Details zur genauen Art des MMOs. Ursprünglich stand das Projekt unter der Leitung des ehemaligen Blizzard-Veteranen Greg Street, der das Unternehmen bereits 2023 verließ. In den letzten Jahren startete die Entwicklung dann noch einmal komplett neu. Merrill erklärte in der Vergangenheit, dass das Spiel noch vor 2030 erscheinen soll. Abgesehen davon gibt es jedoch kaum öffentliche Infos.
Im Netz sorgte diese Aussage für interessante Reaktionen. Einige Fans freuen sich trotz der spärlichen Infos auf das Projekt. Viele äußern sich jedoch skeptisch, gerade nach dem kürzlich verkündeten Aus des neuen Fighting-Games 2XKO. Die vorherrschende Stimmung lautet: „Wie können wir darauf vertrauen, dass dieses Spiel überhaupt am Leben bleibt?“
„Sie hypen dieses MMO, als würden sie ihm nicht ohnehin nach sechs Monaten in den Kopf schießen, weil es nicht größer wird als WoW“, schreibt etwa der User Sloth auf X. Ein anderer User namens Red Riot Ross schlägt in dieselbe Kerbe. Er schreibt: „Das Einzige, was das Ende von 2XKO für Riot bewirkt hat, ist, dass absolut alles, was sie in Zukunft machen, in einem lächerlich schlechten Licht steht.“ Tsuki, ebenfalls auf X, postete: „Wartet nur ab, bis sie erfahren, wie die ersten drei Jahre von FF14 liefen.“ Damit spielt er auf den holprigen Start von Square Enix' MMO an, bevor das Spiel mit dem Relaunch von „A Realm Reborn“ durch die Decke ging.
Riot when their MMO doesn't have half the player base and micro transactions of FF14/Wow in 3 minutes and 39 seconds after launch. https://t.co/BxMY9KDuC2 pic.twitter.com/pLY6Tj0mAW