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PS5 in Japan: Sony-CEO verteidigt die drastisch reduzierte Region-Lock-Konsole
Um den massenhaften Export durch den schwachen Yen zu stoppen, verkauft PlayStation ein rein japanisches Modell. Ein kalkuliertes Verlustgeschäft.
Seit einer Weile verkauft Sony in Japan eine exklusive PlayStation 5, die alleine für den dortigen Markt gedacht ist und zu einem günstigeren Preis angeboten wird.
Dahinter stecken handfeste wirtschaftliche Gründe, da diese Version speziell subventioniert wird, um die lokale Gaming-Community gezielt anzusprechen.
Während die normale Digital Edition der Sony-Konsole in Japan nach der Preiserhöhung 89.980 Yen (circa 490 Euro) kostet, erscheint die günstigere Fassung mit Region-Lock für 55.000 Yen (circa 299 Euro) im direkten Vergleich als echtes Schnäppchen.
Wie Hideaki Nishino, Präsident von Sony Interactive Entertainment und CEO, im Gespräch mit der Famitsu erklärt (via VGC), wurde die neue Variante eingeführt, weil Spielerinnen und Spieler aus aller Welt den schwachen Yen ausnutzten und regionsfreie PS5-Konsolen aus Japan importierten.
"Wir waren uns bewusst, dass es aufgrund von Wechselkursschwankungen einen Trend gab, PS5-Konsolen aus Japan in Überseemärkte zu exportieren", sagte Nishino. "In dieser Situation hielten wir es für entscheidend, sicherzustellen, dass die PS5 auch wirklich bei unseren japanischen Kunden ankommt."
"Auch wenn 'Gegenmaßnahme' vielleicht nicht das beste Wort ist: Wir glauben, dass wir durch ein rein japanisches Modell, das auf japanische Accounts beschränkt ist, einen ganz eigenen Preis für den dortigen Markt festlegen konnten. Indem wir einen günstigeren Preis als für die mehrsprachige Digital Edition anbieten, hoffen wir, die japanische Gaming-Community und den Markt – der für uns eine Schlüsselrolle einnimmt – weiter zu beleben."
"Wir betrachten das rein japanische Modell der PS5 Digital Edition als strategische Investition", fügte er hinzu. "Genaue Zahlen nennen wir zwar nicht, aber wir planen, die Kosten über unsere gesamten Geschäftsaktivitäten hinweg wieder hereinzuholen. Auch wenn sich die geschäftliche Situation von den Überseemärkten unterscheidet, hoffen wir auf euer Verständnis, dass dies eine wichtige und notwendige Investition für den japanischen Markt ist."
Der Fokus liegt dabei auf Japan, weil man dort das Wachstum vorantreiben möchte: "Da wir weltweit agieren, bevorzugen oder vernachlässigen wir keinen bestimmten Markt. Wir wägen strategisch ab, wie wir das Budget im Gesamtergebnis verteilen. Als Teil davon investieren wir aktiv in Japan, weil wir die Zahl der PlayStation-Nutzer dort weiter steigern möchten."
Dass Sony Hardware-Subventionen in Milliardenhöhe ("strategische Investitionen") in Kauf nimmt, ist aus der Not geboren. Auf dem japanischen Heimatmarkt wird die PlayStation 5 von Nintendos Switch und Switch 2 bei den Verkaufszahlen völlig in den Schatten gestellt. Sony muss die Einstiegshürden radikal senken, um Marktanteile zurückzuerobern.