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Wärmepumpe und E-Auto bleiben für viele Haushalte unerreichbar
38 Prozent fahren wegen hoher Spritpreise weniger Auto, nur 15 Prozent planen Umstieg auf E-Auto oder Hybrid – im unteren Einkommensdrittel lediglich 5 Prozent.
Ein privates Elektroauto wird an einer Wallbox geladen – am besten mit selbsterzeugtem Strom vom Dach des eigenen Hauses. Ein Weg, der nicht allen offensteht.
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Die kräftig und wohl auch nachhaltig steigenden Preise für fossile Energieträger wie Kraftstoffe oder Erdgas verändern das Alltagsverhalten vieler Menschen in Deutschland, lösen bei ihnen aber nur selten Investitionen in klimafreundlichere Alternativen aus. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung BearingPoint, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov Anfang Juli unter 2016 Personen ab 18 Jahren durchgeführt hat.
Der BearingPoint-Erhebung zufolge gaben 38 Prozent der Befragten an, wegen der Energiekosten der vergangenen zwölf Monate weniger Auto zu fahren. 13 Prozent steigen häufiger aufs Fahrrad, 11 Prozent nutzen öfter den ÖPNV. Lediglich 4 Prozent greifen häufiger zum E-Auto. 42 Prozent sagten, die Preise hätten keinerlei Auswirkungen auf ihr Mobilitätsverhalten gehabt. Dass das Auto für die Deutschen unverzichtbar bleibt, bestätigen auch andere aktuelle Untersuchungen.
Der Kontrast zwischen kurzfristiger Verhaltensänderung und langfristiger Investitionsbereitschaft ist bemerkenswert: 53 Prozent planen in den kommenden zwei Jahren weder bei Mobilität noch beim Heizen den Umstieg auf klimafreundlichere Lösungen. Nur 15 Prozent erwägen bei der Mobilität einen Wechsel zum elektrifizierten Fahren. Beim Heizen sind es lediglich 11 Prozent, die über Wärmepumpe oder Fernwärme nachdenken.
Besonders deutlich wird die soziale Dimension: Im unteren Einkommensdrittel planen nur 5 Prozent einen Mobilitätsumstieg und 4 Prozent einen Wechsel beim Heizen. Im oberen Einkommensdrittel sind es 21 beziehungsweise 16 Prozent. BearingPoint formuliert daraus, die fossile Nachfrage verschwinde nicht abrupt, sondern bleibe dort am längsten bestehen, wo die Mittel für Alternativen fehlten. Dass bei aktuell noch über 19 Millionen Öl- und Gasheizungen im Bestand die Zahl nur langsam zurückgehe, verursache ein erhebliches Problem für die deutschen Klimaziele bis 2030 und 2045.
Dabei gibt es durchaus Fördermöglichkeiten: Die KfW bietet im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eine Grundförderung von 30 Prozent der förderfähigen Kosten für neue Heizungen. Mit dem Klimageschwindigkeitsbonus von derzeit 16 Prozent, der ab Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte sinkt und einem Einkommensbonus können Haushalte bis zu 80 Prozent Förderung erhalten. Ob allerdings ein geplantes Klimageld die nötigen Investitionsanreize gerade für einkommensschwache Haushalte setzen kann, bleibt offen. Hohe Spritpreise treiben den Umstieg auf E-Autos überwiegend bei denjenigen voran, die sich den Wechsel leisten können, trotz einer sozial angepassten Elektroautoförderung, von der untere Einkommen stärker profitieren.
Auch bei der Einschätzung der Energiesicherheit zeigt sich ein Einkommensgefälle: Zwar halten 57 Prozent die Energieversorgung der kommenden fünf Jahre für sicher, doch 40 Prozent nur mit Einschränkungen. Rund ein Drittel sieht Risiken oder rechnet sogar mit Engpässen. Im oberen Einkommensdrittel fühlen sich 64 Prozent sicher, im unteren nur 45 Prozent.
BearingPoint betont, die physische Energieversorgung sei auch in angespannten Phasen wie der Gasmangellage 2022 durchgehend gewährleistet gewesen, nie seien Rationierung oder Abschaltung nötig gewesen. Eine McKinsey-Analyse vom März 2026 kommt zu einem ähnlichen Befund: Die Gasversorgung Deutschlands sei heute robuster als 2022, verfügbare Kompensationsmechanismen könnten kurzfristige Engpässe abmildern. Allerdings mahnt McKinsey einen konsistenten und realistischen Planungsrahmen f