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Wissenschaft - Das CERN hatte zwei Optionen: Betriebssystem wechseln oder über tausend Rechner austauschen. Die Forschungseinrichtung wählte den logischen Weg
Ohne PCs geht es im Forschungszentrum CERN in der Schweiz nicht, und manchmal lautet auch hier die Frage: neue Software oder neue Hardware installieren? (Bild: home.cern)
Ihr kennt das Phänomen sicher aus den eigenen vier Wänden: Ein Gerät funktioniert noch einwandfrei, erfüllt zuverlässig seinen Zweck – und plötzlich lässt die Software die Hardware im Stich.
Sei es der alte iPod, der keine Updates mehr erhält, oder ein noch völlig fähiger PC, der nicht die Voraussetzungen für das Upgrade auf Windows 11 mitbringt.
Die Hardware ist keineswegs defekt, doch ihre Nutzungsdauer wird plötzlich davon bestimmt, was die Software noch unterstützt. Zu Hause ist das ärgerlich, doch an Forschungszentren wie dem CERN betreffen dieselben Hürden ganz andere Dimensionen: jene Rechner, die den Betrieb der gewaltigen Teilchenbeschleuniger am Laufen halten.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Xataka.com und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
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Im Dienste der Wissenschaft: Massenhaft schwarze Bälle werden in ein Wasserreservoir geschüttet
Beim Problem des CERN ging es nicht um die Notebooks der Forschungsteams oder die regulären Server der Organisation, sondern um eine hochspezifische Schlüsselkomponente der Beschleunigeranlage.
Um den Konflikt zu verstehen, hilft ein genauerer Blick auf die CPU-Architektur. Die Bezeichnung x86-64 steht keineswegs für einen starren, unveränderlichen Satz an Fähigkeiten: Es existieren Abstufungen wie x86-64-v2 und x86-64-v3, die moderne Befehlssatzerweiterungen voraussetzen.
Red Hat Enterprise Linux 9 (RHEL 9) verlangt mindestens das Level v2, während RHEL 10 die Hürde auf v3 anhebt. Dadurch lässt sich das System zwar für modernere CPUs optimieren, doch Prozessoren ohne diese Befehlssätze bleiben außen vor – selbst wenn sie mit der bisherigen Software tadellos ihren Dienst verrichten.
Als das CERN nachrechnete, entwickelte sich die Inkompatibilität schnell zu einem ernsthaften Problem: