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Wissenschaft - Britisches Unternehmen legt Grundstein zur Erschließung einer bisher kaum erkundeten Region der Erde – so groß wie Kanada und Russland zusammen
Schaut nach Science-Fiction aus, doch vielleicht schon bald Alltag für Meeresforscher – zumindest wenn es nach einigen Visionären geht: Leben, forschen und arbeiten auf dem Grund der Ozeane. (Bildquelle: Adobe Firefly, generative KI).
Etliche Tech-Konzerne streben ins All, getrieben vom Willen der vermögendsten Menschen der Gegenwart. Doch eine kleine Gruppe von Ingenieuren will der Menschheit zu einer dauerhaften Heimat im Ozean verhelfen.
Vor rund einem Jahr stellten wir euch die Vision von DEEP bereits in den Grundzügen vor, nun blicken wir auf die seitdem erreichten Erfolge. Und die belegen trefflich, wohin die Reise geht: Erforschung und Bewirtschaftung der vielleicht in Zukunft wertvollsten Wirtschaftsräume des Globus, der Blindspot-Zone.
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Taucher nehmen uns mit zur größten Korallenkolonie der Erde
2021 gegründet, verfolgt das britische Unternehmen DEEP die Mission, Menschen und produktiv unter Wasser leben und arbeiten zu lassen – grob vergleichbar mit dem, wofür die Internationale Raumstation (ISS) im Weltraum steht, aber mit bereits in naher Zukunft erheblichem Potenzial für größere Bevölkerungen.
Ende Juni setzte das Unternehmen erstmals ein Vanguard-Modul als erste nutzbare Unterwasserstation ab, Standort: Tennessee Reef in 17 Meter Tiefe vor der Südküste Floridas. Die Gegend nennt sich Florida Keys National Marine Sanctuary.
Vanguard ruht inzwischen vor der Küste Floridas und wartet auf seine erste Besatzung. (Bildquelle: DEEP)
Derzeit laufen finale Tests und Freigaben durch die Behörden. Zuvor ging die Stromversorgung über eine Plattform an der Oberfläche in Betrieb: Zitat: »Die Lichter in Vanguard brennen«, meldet DEEP. Zudem liefert die fest mit dem Meeresuntergrund verankerte Boje Zugang zu Kommunikationskanälen sowie Atemgasen.
Sobald alle notwendigen Formalitäten und abschließenden Abnahmen gelaufen sind, bricht der neu ermöglichte Alltag für die Forschung unter Wasser an. Erste Demo-Missionen sollen im Laufe des Jahres stattfinden, woran sich dann Vanguards Einsatz für die Breite der Wissenschaft anschließt. Derzeit können sich nämlich Teams von Universitäten und Forschungseinrichtungen mit ihren Konzepten bewerben.
Die mögliche Bandbreite sei laut DEEP erheblich: Sie reicht von Korallen-Restauration über Riff-Beobachtung, Klima-Studien, Studien zur menschlichen Leistungsfähigkeit in extremer Umgebung bis hin zu Trainingsprogrammen für Astronauten.