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Google Suche: Umbau in Europa soll Suchergebnisse verschlechtern
von Carsten Knobloch
8. Sep. 2026 |
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Google schraubt an seinen Suchergebnissen in Europa. Der Grund ist der Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union. Um weiteren drastischen Strafen der EU-Wettbewerbshüter zu entgehen, passt das Unternehmen die Darstellung massiv an. Bei Google selbst spricht man hinter den Kulissen allerdings von der größten Qualitätsverschlechterung in der 29-jährigen Geschichte der Suchmaschine, so Reuters.
Konkret rücken Preisvergleichsseiten und spezialisierte Portale wie Booking.com oder Expedia deutlich stärker in den Fokus. Die überarbeitete Ansicht platziert eine spezialisierte Suchmaschine ganz oben auf der Seite, gefolgt von zwei weiteren mit weniger Details. Erst darunter landet ein Karussell für Hotels, Airlines oder Restaurants, aus dem Kernfunktionen wie Echtzeitpreise gestrichen wurden. Laut Google benachteiligt das vor allem lokale Betriebe, da Nutzer vermehrt über Zwischenhändler geleitet werden. Frühere DMA-Anpassungen hätten bei europäischen Unternehmen bereits für einen Rückgang von 30 Prozent beim kostenlosen Direkt-Traffic gesorgt (Hey Google, verratet mal, wie viel % euer KI-Geraffel und seltsamen Core-Updates die Webseiten kosten).
Interne Tests mit Millionen Nutzern in Europa hätten angeblich entsprechend hohe Unzufriedenheit gezeigt, weil Suchanfragen teils mehrfach neu eingetippt werden mussten. Nutzer außerhalb der EU betrifft die Änderung nicht. Für den Konzern steht einiges auf dem Spiel: Im Juli verhängte die EU-Kommission eine Strafe über 460 Millionen Euro und drohte bei Nichteinhaltung mit periodischen Zwangsgeldern von bis zu 5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Insgesamt summierten sich Googles EU-Kartellstrafen in den vergangenen zwei Jahrzehnten bereits auf 10,38 Milliarden Euro. Ob die neue Aufteilung den Alltag der Suchenden nun erleichtert, dürft ihr am Ende für euch selbst entscheiden.
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