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OpenAI: Wirbel um raubkopierte Bücher
von Oliver Posselt
9. Sep. 2026 |
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OpenAI, der Anbieter hinter dem KI-Assistenten ChatGPT, sieht sich mit neuen Vorwürfen zum Training seiner Modelle konfrontiert. In der seit 2023 laufenden Sammelklage gegen OpenAI und Microsoft wirft die Klägerseite dem Unternehmen vor, wissentlich raubkopierte Bücher verwendet und deren Herkunft verschleiert zu haben.
Wie TorrentFreak berichtet, fordert der Autorenverband Authors Guild nun eine Entscheidung ohne vorherige Hauptverhandlung. Richter Sidney Stein in New York soll feststellen, dass die Nutzung nicht unter „Fair Use“ fällt. Diese US-Regelung erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die Verwendung geschützter Inhalte ohne Zustimmung.
Konkret soll OpenAI Bücher von Library Genesis (LibGen) heruntergeladen haben. Die Sammlungen „Libgen1“ und „Libgen 2“ seien im Dokument zur Vorstellung von GPT-3 als „Books1“ und „Books2“ bezeichnet worden, um ihre Herkunft zu verbergen. 2022 sollen die Trainingsdaten aus rechtlichen Bedenken gelöscht worden sein.
Microsoft soll ebenfalls haften, weil der Konzern das Training hätte beaufsichtigen können und davon profitiert habe. OpenAI beruft sich in einem eigenen Antrag dagegen auf Fair Use und argumentiert, die Modellausgaben seien nur selten Kopien der Autorenwerke. Auf die konkreten neuen Vorwürfe hat das Unternehmen laut Bericht noch nicht direkt reagiert.
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