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Star Trek - Wie ist die Sprache der Klingonen entstanden? Paramount holte sich dafür einen echten Profi
Scotty (links: James Doohan) hat auch seinen Teil zur Entstehung der klingonischen Sprache beigetragen; (rechts: Michael Dorn). Bildquelle: Paramount
»Hab SoSlI' Quch!« solltet ihr zu euren klingonischen Freunden am besten nicht sagen, denn damit beleidigt ihr ziemlich direkt ihre Mamas. Ins Deutsche übersetzt heißt das nämlich: »Deine Mutter hat eine flache Stirn!«
Noch besser finden wir aber den Satz: »Dejpu’bogh Hov rur qablIj!« (Dein Gesicht ähnelt einem kollabierten Stern!). Ihr merkt schon: Klingonen sind ziemlich gut darin, ihre Sprache kreativ zu nutzen. Aber wo hat sie eigentlich ihren Ursprung? Und wer hat sie erfunden?
Kein Klingone, sondern der Chefingenieur und Zweiter Offizier der USS Enterprise NCC-1701 Montgomery Scott (James Doohan) – auch »Scotty« genannt – sprach die ersten rauen Laute im allerersten Kinofilm im Jahre 1979. Diese basierten auf der schottischen Sprache, hatten aber keine direkte Übersetzung, geschweige denn eine richtige Grammatik (via Deutsches Klingonisch-Institut).
Etwa fünf Jahre später holte sich Paramount den Linguisten Marc Okrand ins Boot, der die Sprache – mitsamt Grammatik und Übersetzung – offiziell für Star Trek 3: Auf der Suche nach Mr. Spock entwickelte. Der mittlerweile 78-jährige Sprachwissenschaftler promovierte 1977 an der University of California in Berkeley, wo er sich eingehend mit der indigenen Sprache Mutsun der Ohlone beschäftigte.
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Bevor er die gesamte klingonische Sprache entwarf, engagierte Paramount ihn bereits für den Entwurf eines vulkanischen Dialogs. Er coachte die Schauspieler der Filme ebenfalls in seiner erfundenen Sprache, damit diese richtig umgesetzt wird.
1985 brachte er sogar ein klingonisches Wörterbuch heraus, das anfangs eigentlich nur als spannendes Merchandise-Produkt gedacht war. Es verkaufte sich weltweit über 300.000 Mal und wurde in Deutsch, Portugiesisch, Italienisch und Tschechisch übersetzt.
Kleiner Fun-Fact am Rande: Okrand hat ebenfalls die Sprache der versunkenen Stadt Atlantis im gleichnamigen Disney-Film entwickelt.
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