// HEISE ONLINE — HARDWARE & GADGET
Wegen „GTA 6“: Werden die Konsolen wieder knapp?
Ein Händler warnt gegenüber The Game Business vor Konsolenknappheit zum „GTA 6“-Launch. Auch Xbox-Strategiechef Matthew Ball bestätigt fehlende Liefermengen.
Zum Start von „Grand Theft Auto 6“ am 19. November drohen in mehreren Märkten Konsolenengpässe, warnt ein Handelseinkäufer beim Branchenmedium The Game Business. Auch ein Xbox-Manager sieht Knappheit.
Der leitende Einkäufer eines nicht genannten Spielehändlers, der eigenen Angaben zufolge ohne Erlaubnis seines Arbeitgebers sprach, schilderte The Game Business: Sein Unternehmen sei von Zulieferern informiert worden, dass die für den „GTA 6“-Launch benötigten Konsolenmengen wegen anhaltender Bauteilprobleme nicht rechtzeitig geliefert werden könnten. Im Weihnachtsgeschäft werde die Nachfrage daher das Angebot voraussichtlich übersteigen.
Xbox-Strategiechef Matthew Ball hatte bereits Anfang Juni in einem ausführlichen Gespräch mit The Game Business die Situation offen eingeräumt: „Ich kann Ihnen definitiv sagen, dass die Nachfrage nach unserer Konsole das Angebot übersteigt“, sagte er. Microsoft tue alles, um die Geräte in möglichst vielen Läden anzubieten und produziere so schnell wie möglich. Die Möglichkeiten seien aber begrenzt: In mehreren Märkten sei das Unternehmen derzeit gar nicht lieferfähig, in anderen nur unzureichend. Auf den „GTA 6“-Launch angesprochen, sagte Ball, das Spiel werde viele Spieler begeistern und zusätzliche Geräte absetzen.
Sony-Konzernchef Hiroki Totoki hatte Investoren im Mai gegenüber eine optimistischere Prognose abgegeben: Für das Kalenderjahr 2026 seien die notwendigen Konsolenmengen gesichert worden. Auf steigende Speicherpreise bereitete er die Anleger jedoch vor – diese könnten die Herstellungskosten erhöhen und sich entsprechend auf die Konsolenpreise auswirken.
Rockstar hat mit Bekanntgabe der Vorbestellung auch die Preise für „GTA 6“ veröffentlicht: Die Standard-Edition kostet 80 US-Dollar, die Ultimate Edition 100 US-Dollar. Die Konsolenpreise sind durch die anhaltende Speicherkrise bereits mehrfach gestiegen. Microsoft hat gerade erst eine weitere Xbox-Preiserhöhung zum 1. August angekündigt: In den USA steigt der Preis der Series S (512 GByte) auf 500 US-DollarX mit Laufwerk auf 800 US-Dollar. Als Begründung nennt das Unternehmen gestiegene Kosten für SSD- und Arbeitsspeicher. Auch Sony hat die Preise für die Playstation schon mehrfach erhöht.
Playstation 5 und Xbox Series X/S waren nach dem Marktstart im Herbst 2020 einige Monate lang ausverkauft. Die Situation stabilisierte sich erst nach zwei Jahren.
Keine News verpassen! Jeden Morgen der frische Nachrichtenüberblick von heise online
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren
Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung.
Immer informiert bleiben: Klicken Sie auf das Plus-Symbol an einem Thema, um diesem zu folgen. Wir zeigen Ihnen alle neuen Inhalte zu Ihren Themen.
Mehr erfahren.