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Blizzard: Knapp 1.900 Angestellte stimmen für ersten Tarifvertrag mit Schutz vor KI und Entlassung
Ein Bündnis aus World of Warcraft-, Diablo- und Overwatch-Teams erkämpft mehr Abfindung und Mitsprache bei KI-Projekten.
Rund 1.900 gewerkschaftlich organisierte Angestellte von Blizzard Entertainment haben nach jahrelangen Verhandlungen für die Ratifizierung ihres ersten Tarifvertrags mit dem World of Warcraft-Publisher gestimmt. Der Vertrag verpflichtet Blizzard dazu, Verhandlungen über den Einsatz generativer KI in der Spieleentwicklung zu führen. Zudem sichert er den Beschäftigten einen besseren Schutz vor möglichen Entlassungen.
Die Vereinbarung gilt für alle gewerkschaftlich vertretenen Teams von World of Warcraft, Warcraft Rumble, Hearthstone, Overwatch und Diablo. Auch die Abteilungen QA, Platform and Technology sowie Story and Franchise Development sind abgedeckt. Endlich mal wieder gute Nachrichten aus der Gaming-Branche!
Die US-Gewerkschaft Communications Workers of America bezeichnete das Abkommen in einer Pressemitteilung als „historisch“. Blizzard müsse nun verpflichtend „über den Einsatz künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz diskutieren, diesen evaluieren und verhandeln“. Als Novum in der Videospielindustrie erhalten Angestellte nach einer Kündigung für 14 Monate das Recht, bevorzugt auf freie Stellen in allen Blizzard-Tarifeinheiten zurückzukehren. Bei Entlassungen sicherten sich die Gewerkschaftsmitglieder im Rahmen der Verhandlungen zudem vier zusätzliche Wochen Abfindung.
„Dieser Vertrag markiert den Beginn einer neuen Ära bei Blizzard Entertainment, aber mit uns hört es nicht auf. Ich freue mich auf den Tag, an dem jeder in der Branche die Schutzrechte genießen kann, die uns dieser Vertrag bietet – etwa eine höhere Abfindung, ein Rückkehrrecht im Falle einer Kündigung sowie die Möglichkeit, sich gegen Ungerechtigkeiten am Arbeitsplatz zu wehren“, erklärt Simon Hedrick aus dem Overwatch-QA-Team. „Ich bin überzeugt, dass die positiven Veränderungen, die wir erkämpft haben, Wellen schlagen und die gesamte Gaming-Branche zu einem besseren Ort für Beschäftigte und Spieler gleichermaßen machen werden. Dieser Vertrag ist der Anfang von etwas Größerem. Und vergesst niemals: Wenn wir gemeinsam kämpfen, gewinnen wir auch gemeinsam.“
Die Gewerkschaftsinitiativen bei Blizzard Entertainment begannen bereits vor vielen Jahren und sind seitdem rasant gewachsen. Dieser jüngste Erfolg kommt nur wenige Monate, nachdem Xbox 1.600 Stellen gestrichen hat und weitere 1.600 Entlassungen bevorstehen – auch wenn das Team bei Blizzard dieses Mal offenbar verschont blieb.
In einer Stellungnahme gegenüber Kotaku betonte Blizzard-Präsidentin Johanna Faries, dass das neue Abkommen „einen bedeutenden Meilenstein darstellt und unser gemeinsames Versprechen widerspiegelt, weiterhin zusammenzuarbeiten, um unsere Teams und unsere Spieler zu unterstützen.“
Das Timing könnte kaum besser sein: An diesem Wochenende steigt die BlizzCon 2026, auf der wir garantiert Einblicke in die Zukunft verschiedener Blizzard-Titel bekommen. Auf der Starcraft-Website geht gerade etwas Merkwürdiges vor sich – gut möglich, dass uns hier schon der nächste Ankündigungs-Knaller bevorsteht.