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Wo die Verbraucherpreise am stärksten steigen
Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise in die Höhe und verteuert das Leben der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Wo wird das besonders spürbar? Und wo sind Preise zuletzt gesunken?
Rekordhohe Benzinpreise haben die Inflation in Deutschland an die Drei-Prozent-Marke getrieben. Waren und Dienstleistungen kosteten im August 2,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat - eine entsprechende früherere Schätzung bestätigte heute das Statistische Bundesamt (Destatis). Noch kräftiger zogen die Verbraucherpreise zuletzt Ende 2023 an, als die Inflation bei 3,7 Prozent lag.
Besonders deutlich habe sich die vor allem durch den Iran-Krieg verursachte Teuerung der Energie bei den Kraftstoffen wie Benzin gezeigt, sagte Destatis-Präsidentin Ruth Brand. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sie sich nach Angaben der Statistiker um 27,7 Prozent. Dem ADAC zufolge kostete ein Liter Superbenzin im August mit durchschnittlich 2,145 Euro so viel wie noch nie.
Insgesamt verteuerte sich Energie um 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 8,3 Prozent im Juli - laut Statistikamt war dies der höchste Anstieg seit mehr als drei Jahren. Im Februar 2023 waren die Energiepreise um 19,1 Prozent in die Höhe geschossen, Grund war die Verknappung infolge des Ukraine-Kriegs.
Leichtes Heizöl kostete im August dieses Jahres sogar 49,6 Prozent mehr. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind daher verunsichert, ob es sich vor der Heizperiode lohnt, es jetzt zu kaufen. Energieexperten raten, nicht zu lange auf sinkende Preise zu hoffen und mit der Bestellung zu warten. Strom (minus 5,5 Prozent), Erdgas einschließlich Betriebskosten (minus 2,9 Prozent) und Fernwärme wurden (minus 1,0 Prozent) dagegen billiger.
Der Ölpreis ist hoch, der Winter nicht mehr allzu fern. Viele Verbraucher sind verunsichert.
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Die Auswirkungen auf die Preise für Dienstleistungen und Lebensmittel - die sogenannten Zweitrundeneffekte - blieben derweil vorerst aus. Nahrungsmittel waren im vergangenen Monat insgesamt in etwa so teuer wie im August 2025.
Die Preise veränderten sich nur um 0,1 Prozent - einzelne Produkte waren aber sehr viel teurer als vor einem Jahr, unter anderem Eier (plus 15,2 Prozent), frisches Gemüse (plus 5,2 Prozent) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (plus 4,4 Prozent). Sehr viel günstiger dagegen waren die Preise für Butter (minus 29,9 Prozent), frisches Obst (minus 5,6 Prozent) oder Molkereiprodukte (minus 5,5 Prozent).
Dienstleistungen waren 2,8 Prozent teurer als im Vorjahresmonat - die Teuerung schwächte sich damit aber weiter ab, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Die für die Preisentwicklung bedeutsamen Nettokaltmieten stiegen im August demnach um 1,9 Prozent.
Marktbericht
09.09.2026