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Analyse: Apples Audio Intelligence – ist das schon die Dystopie?
Ein Gerät, das Millionen am Handgelenk tragen, hört mit und erkennt, was wir sagen: Nicht weniger soll Audio Intelligence für die Apple Watch sein.
Audio Intelligence auf der Apple Watch: Drei der neuen Funktionen.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Die erste Reaktion vieler Nutzer auf Apples neue Audio-Intelligence-Funktion dürfte ähnlich ausfallen wie jene auf die zuvor geleakten (und bislang noch nicht offiziell präsentierten) AirPods mit Kamera: Was, bitte, soll das? Hat Apple vor, sein Image als Privatsphären-Pionier zu verspielen? Die Features, die da gestern auf der Keynote fast nebenbei angekündigt wurden und zunächst nicht in der EU verfügbar gemacht werden sollen, klingen, und das darf man mit Fug und Recht behaupten, für eine Firma wie Apple wild. Sie erinnern an enorm umstrittene KI-Gadgets kleiner Start-ups wie das kürzlich von Amazon erworbene Bee, die – zumindest bislang – schnell kamen und wieder gingen. Nur dass Apple die Funktionalität nun in die jüngsten Varianten der beliebtesten Wearables der Welt integriert: die neuen Apple-Watch-Modelle Series 12 und Ultra 4. Man bekommt das ungute Gefühl, als habe Apple vor, unter dem neuen CEO John Ternus im Hinblick auf KI-Verrücktheiten eine wilde Aufholjagd zu starten.
Kurz vor der Keynote hatte es bereits einen Leak gegeben, laut dem Apple plant, über eine neue Funktion auf der Computeruhr den Tagesverlauf des Nutzers mittels Audioerkennung zu erfassen. Dieses Ambient-Sensing-Feature steckt im Code von iOS 27 beziehungsweise watchOS 27. Es soll Vorgänge wie Geschirrspülen, Essen, Gehen, Gartenarbeiten, Anziehen, die Nutzung des ÖPNV (Bus und Zug unterscheidbar), Arbeiten an Laptop, Tablet oder iPhone und sogar Unterricht und Meetings oder das Bücherlesen erkennen – samt Ort und Zeit sowie beteiligte Personen, falls bekannt. Angekündigt hat Apple diese dystopische Vollerfassung allerdings (noch?) nicht. Ob sie wirklich kommt, ist unklar.
Klar ist hingegen, dass vier Audio-Intelligence-Funktionen kommen, die Apple offiziell zunächst auf Englisch erscheinen lassen wird. Sie sollen teilweise sofort mit Start der neuen Apple-Watch-Modelle, einige aber auch später in diesem Jahr als Betaversion verfügbar gemacht werden. Die spektakulärste neue Funktion, die noch für viele Diskussionen sorgen wird, nennt sich Live Rewind. Wie Ron Huang, Apples Vizepräsident für „Sensing and Connectivity“, im Plauderton erzählte, ist die Apple Watch ja „immer an Deinem Handgelenk“. Deshalb sei sie in Kombination mit Apple Intelligence auf dem iPhone ideal dafür positioniert, „um Umgebungsgeräusche wahrzunehmen und den Überblick über Deine Konversationen zu behalten“. Dann zeigt der Konzern während der Keynote auch, was damit gemeint ist: Wir sehen eine Person, die sich von einer Restaurantfachkraft die heutigen Spezialitäten erklären lässt, was ihr allerdings zu schnell geht. Sie drückt zweimal auf die digitale Krone und bekommt dann in Form eines Transkripts auf der Uhr angezeigt, was in den letzten 15 Sekunden gesagt wurde. Das lässt sich auf Wunsch auch in der Siri-App abspeichern.
Das heißt: Mit Live Rewind hört die Apple Watch künftig dauernd zu. Apple macht großen Wind darum, wie gut geschützt das alles sein soll. Es gibt ein eigenes Datenschutz-Whitepaper zu diesem und den anderen Audio-Intelligence-Features, in dem unter anderem erläutert wird, dass es keine Aufzeichnung von Audioinhalten gebe und weder Apple noch der Nutzer Zugriff darauf hätten. Man setzt unter anderem auf die Secure Exclave in der Uhr, nutzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zur iCloud-Synchronisation (falls man ein Transkript speichern will) und will die Transkribierung bei Live Rewind nur lokal auf der Uhr durchführen. Zudem handele es sich technisch um einen „continous rolling buffer“, bei dem „ständig altes Audio durch neues ersetzt wird, sodass Audio sich nicht ansammelt“.
Menschen in der Umgebu