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Emirate investieren 40 Milliarden Euro in Deutschland
Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen ihre Beziehungen ausbauen. Der Golfstaat plant Investitionen von 40 Milliarden Euro. Zudem darf die Fluggesellschaft Emirates eine weitere deutsche Stadt anfliegen.
Der erste Staatsbesuch in Deutschland begann für den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate zünftig. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing seinen Gast mit militärischen Ehren in der Berliner Villa Borsig. Am Abend gab der Bundespräsident ein Staatsbankett - und dazwischen viele Gespräche und viele Vereinbarungen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Scheich Mohammed bin Sajid bereits im Februar bei einem Kurztrip in die Golfregion kennengelernt. "Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein wichtiger und sehr wertvoller Partner für die Bundesrepublik Deutschland", betonte Merz.
Ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs suchen die Golfstaaten neue Exportwege und regionale Allianzen.
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Was macht die Emirate wertvoll für Deutschland? Sie wollen 40 Milliarden Euro hier investieren, unter anderem in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Energie. Danach befragen konnte man Merz und seinen Gast nicht. Anders als üblich gab es keine Pressekonferenz.
Stattdessen fand im Kanzleramt eine sogenannte Zeremonie zum Austausch von Abkommen statt. Vor dem Bundeskanzler und dem Präsidenten der Emirate wechselten Mappen ihre Besitzer, wurden Hände geschüttelt.
Vereinigten Arabischen Emirate wollen nun die eigene Rüstungsindustrie ausbauen.
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Man einigte sich auf Investitionen in Rechenzentren, auf eine Zusammenarbeit im Bereich Informationssysteme, auf die Einrichtung eines strategischen Dialogformats. Dort sollen die Kooperationen gelenkt werden. In den Bereichen Sicherheit, Verteidigung, Energie und Klima, aber auch Kultur und Transport. So soll die Airline Emirates künftig eine weitere Stadt in Deutschland anfliegen dürfen. Es wäre die fünfte.
Wirtschaftsministerin Katharina Reiche brachte Vertreter beider Länder aus den Branchen Rüstungs- und Verteidigungstechnologien zusammen. Anschließend verwies sie auf das Potenzial der Zusammenarbeit. Die deutsche Industrie sei technologisch führend, insbesondere im Bereich der Luftverteidigung, Luftsicherheit und dem Räumen von Seeminen, so Reiche. Man habe daher die Möglichkeiten, um einen "substanziellen Beitrag für die Sicherheit der Vereinigten Arabischen Emirate zu leiste".
Gleichzeitig wurde am Berliner Hauptbahnhof in der Nähe des streng abgeriegelten Regierungsviertels ein Banner entrollt. In roten Buchstaben stand da: "Merz, keine Deals mit Kriegstreibern im Sudan." Es war Teil einer Kundgebung der Gesellschaft für bedrohte Völker.