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Tuning im Abo: Hypertune verlangt 10 Dollar im Monat für mehr FPS
Übertakten, Windows optimieren und Spieleinstellungen anpassen: Vieles davon erledigen PC-Enthusiasten seit Jahrzehnten selbst. Hypertune möchte diese Arbeit automatisieren und verspricht dabei bis zu 60 Prozent mehr Bilder pro Sekunde. Für die Bequemlichkeit verlangt der Anbieter allerdings ein Abonnement.
Nach einer längeren Early-Access-Phase ist Hypertune nun offiziell gestartet. Hypertune bezeichnet seine Software als „Gaming Performance Engineering“-Plattform. Nach der Installation analysiert das Programm die vorhandene Hardware, Treiber und Windows-Konfiguration und sucht anschließend nach Möglichkeiten, die Spieleleistung zu erhöhen.
Nach Angaben des Herstellers können dabei unter anderem Prozessor und Grafikkarte übertaktet, der Arbeitsspeicher optimiert sowie Einstellungen von Windows und des Netzwerks verändert werden. Hinzu kommen auf einzelne Spiele zugeschnittene Einstellungen.
Dabei sollen keine einheitlichen Profile auf sämtliche Rechner angewendet werden. Stattdessen versucht Hypertune, die Reserven des jeweiligen Systems individuell zu bestimmen. Änderungen sollen sich wieder rückgängig machen lassen.
Bei Intel-Systemen greift das Programm dafür unter anderem auf das SDK des Extreme Tuning Utility (XTU) zurück. Hypertune wurde nach Angaben des Unternehmens in Zusammenarbeit mit Intel entwickelt. Ein offizielles Intel-Programm ist es deshalb allerdings nicht, hinter der Software steht das US-Unternehmen Compready.
Vor dem offiziellen Start befand sich Hypertune acht Monate lang in einer offenen Testphase, an der laut Anbieter mehr als 60.000 Nutzer teilgenommen haben sollen.
Besonders offensiv bewirbt Hypertune mögliche Leistungssteigerungen. In einzelnen Fällen sollen bis zu 60 Prozent mehr Bilder pro Sekunde möglich sein. Dieser Wert ist allerdings als Maximalwert zu verstehen und nicht als typischer Leistungsgewinn.
Die konkreteren vom Anbieter veröffentlichten Ergebnisse fallen entsprechend kleiner aus. Ein System mit Core Ultra 9 285K und GeForce RTX 5090 legte demnach in Homeworld 3 um 18,9 Prozent und in Tomb Raider um 28,2 Prozent zu.
Bei einem älteren Rechner mit Core i7-14700K und GeForce RTX 3080 betrugen die Verbesserungen hingegen lediglich 9,8 Prozent in Rainbow Six Siege und 4,3 Prozent in Marvel Rivals.
Unabhängige Benchmarks liegen bislang nur eingeschränkt vor. Hinzu kommt, dass sich der Leistungsgewinn aus mehreren Maßnahmen zusammensetzen kann. Neben klassischem Overclocking verändert Hypertune nämlich auch Windows- und Spieleinstellungen. Ein höherer FPS-Wert muss deshalb nicht ausschließlich auf höhere Taktraten zurückzuführen sein.