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IGEL startet Endgeräte nach Ransomware mit sauberem OS
Separater Speicher, zentraler Neustart, forensisch erhaltenes Windows: IGEL will Endgeräte gegen Ransomware-Ausfälle absichern.
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Auch im Zeitalter von KI sind Ransomware-Angriffe nicht aus der Mode gekommen. Dabei verschlüsseln Angreifer Daten und Systeme oder sperren den Zugriff darauf, um Lösegeld zu erpressen. Das Internet Crime Complaint Center (IC3) des FBI registrierte 2025 rund 14 Prozent mehr Ransomware-Meldungen als im Vorjahr. Eine Möglichkeit ist natürlich, solche Angriffe zu verhindern. Doch auch im Ernstfall gibt es Optionen.
IGEL stellte mit Business Continuity & Disaster Recovery (BC&DR) im Februar 2026 eine elegante Variante vor: Das Endgerät startet dann von einem zweiten Datenspeicher mit einem sauberen Betriebssystem. Dabei ist IGEL OS das Mittel der Wahl. Als zweiter Datenspeicher kann eine separate Partition auf der lokalen SSD dienen. Die möglicherweise bessere Lösung ist aber ein IGEL UD Pocket (bootfähiger USB-Stick mit IGEL OS).
Nach mehreren Monaten Weiterentwicklung und Erprobung mit Pilotkunden hat die Funktion nun einen Reifegrad erreicht, der den breiten Einsatz ermöglicht. Ein wesentlicher Punkt: Der Wechsel vom kompromittierten Windows auf das funktionierende Betriebssystem hängt nicht mehr vom Endnutzer ab. Administratoren können ihn zentral steuern und ihn sogar vorsorglich für eine Abteilung auslösen.
Ein beabsichtigtes oder versehentliches Starten des kompromittierten Betriebssystems lässt sich zentral sperren und bei Bedarf wieder freischalten. Die sonst genutzte Windows-Partition bleibt für forensische Untersuchungen erhalten. Etwaige Beweise im Arbeitsspeicher gehen durch den Neustart allerdings verloren.
Die Funktion namens Emergency Mode ist seit August 2026 allgemein verfügbar und Teil von IGEL BC&DR. Administratoren können damit einzelne Geräte, Gruppen oder ganze Flotten zentral in IGEL OS neu starten und dort sperren, bis sie Windows wieder freigeben.
Zur Erinnerung: IGEL hatte seine Endgeräte-Technologie Anfang des Jahres deutlich ausgebaut. IGEL OS unterstützt inzwischen zentral verwaltete Container. Zudem sollen Windows-Anwendungen über den IGEL Managed Hypervisor lokal in einer Windows-VM laufen und sich in den IGEL-Desktop integrieren. Beide Ansätze benötigen ebenfalls zusätzlichen lokalen Speicher.
Aus technischer Sicht ist der Ansatz von IGEL BC&DR recht simpel und sollte sich auf andere Endgeräte-Lösungen übertragen lassen. Notwendig sind ein zusätzlicher Datenspeicher – etwa eine separate SSD, ein USB-Stick oder eine Partition – sowie eine zentrale Verwaltung. Sie steuert den Neustart in ein sauberes Betriebssystem und gegebenenfalls den Verbleib darin.
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