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Kojimas Physint: PlayStation hatte wohl Angst vor dem nächsten teuren Flopp
Überraschend hat Sonys PlayStation-Sparte dem neuen Spieleprojekt Physint von Hideo Kojima den Rücken gekehrt, ohne öffentlich Gründe dafür zu nennen. Der renommierte Gaming-Journalist Jason Schreier hat sich umgehört und berichtet, das finanzielle Bedenken wohl der Hauptgrund für diesen Schritt waren.
Eigentlich sollte Physint, ein laut der Ankündigung Anfang 2024 filmähnliches Spionage-Game, in Kooperation zwischen dem Entwicklerstudio Kojima Games und Sony PlayStation entstehen. Doch am Donnerstag kam die überraschende Meldung, dass Sony die Zusammenarbeit am Projekt beendet hat und Kojima jetzt mit Xbox kooperiert, um Physint doch noch zu verwirklichen.
Weder PlayStation noch Kojima lieferten allerdings eine Begründung für diesen Schritt, über die also zunächst nur spekuliert worden war. Eine häufig geäußerte Vermutung, dass es letztlich dabei ums Geld ging, wird nun durch einen Bloomberg-Bericht bestätigt. Der Autor Jason Schreier will aus mit dem Projekt vertrauten Kreisen erfahren haben, dass sich die PlayStation-Sparte aufgrund von „Bedenken hinsichtlich des Budgets, der potenziellen Rentabilität und der Exklusivität“ vom Physint-Projekt zurückgezogen habe.
Die Entscheidung soll dadurch beflügelt worden sein, dass Kojimas vorherige Spiele Death Stranding und Death Stranding 2 „die Umsatzerwartungen von PlayStation nicht erfüllt haben“, so die anonymen Quellen des Berichts.
Außerdem sollen bei Physint auferlegte Fristen nicht eingehalten worden sein. Das Projekt sei auf dem besten Weg gewesen, „das Budget deutlich zu überschreiten“ und PlayStation habe zudem gezögert „Hunderte Millionen Dollar in ein weiteres Spiel zu investieren, das nicht dauerhaft exklusiv für die firmeneigene Hardware bleiben würde“.
Dass PlayStation einen Rückzieher bei Physint gemacht hat, soll auch an der gewachsenen Vorsicht aufgrund der momentan schwierigen Wirtschaftslage in der Speicherkrise sowie an jüngsten Misserfolgen mit Spielen liegen. Sony hatte die Entwicklung mehrerer Live-Service-Spiele für die PlayStation gefordert, doch viele waren gescheitert. Ganz prominent ist darunter der Hero-Shooter Concord zu nennen, der nur zwei Wochen nach Veröffentlichung direkt wieder eingestellt wurde.
Nach diesem Misserfolg habe Sonys PlayStation-Sparte damit begonnen, strengere Produktionsmeilensteine festzulegen, wodurch mehrere Spiele gestrichen worden seien. Physint hat die auferlegten Ziele offenbar auch nicht erreicht.