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Kostenexplosion bei PS6 und Project Helix: Brauchen wir eine Next-Gen-Pause?
Der globale KI-Boom treibt die Preise für Konsolen-Hardware ins Unermessliche. Eine Verschiebung der nächsten Generation wäre vernünftig, doch Sony und Microsoft stecken im Dilemma.
Seht ihr das auch? Am Horizont lauert die nächste Konsolengeneration. Dass Sony und Microsoft schon seit Jahren an neuen Geräten (PS6 und Project Helix) arbeiten, ist natürlich kein Geheimnis, aber für die Unternehmen – und für die Kunden – war es wahrscheinlich noch nie so schwer wie jetzt, zu neuen Produkten zu wechseln. Auf der einen Seite lockt natürlich die modernisierte Technik mit neuen Leistungsdimensionen, auf der anderen Seite holt uns die wirtschaftliche Realität der Gegenwart unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück.
Von früheren Konsolengenerationen kennen wir es, dass die Geräte mit der Zeit immer erschwinglicher wurden. Doch seit dem Launch von PlayStation 5 und Xbox Series X/S läuft vieles schief. Erst die Knappheit aufgrund der Corona-Pandamie, Wirtschaftskrisen, Zollstreit, Kriege und jetzt auch noch der scheinbar unstillbare Hardware-Hunger des globalen KI-Booms.
Wir stecken mitten in einer echten RAM- und Speicher-Krise. Rechenzentren weltweit rüsten massiv auf, um komplexe KI-Modelle zu trainieren und zu betreiben, und saugen den Markt für blitzschnellen Speicher förmlich leer. Darunter leiden so ziemlich alle anderen Unternehmen, die exakt diese Komponenten für ihre eigenen Geräte benötigen – und ebenso sehr die Endkunden. Die Preise für Gaming-Hardware – und nicht nur für die – steigen weiter, zum Beispiel hat Microsoft gerade erst eine massive Preiserhöhung der Xbox Series X/S angekündigt. Besonders besorgniserregend ist, dass das Unternehmen im gleichen Atemzug mitteilt, mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen. Dabei sprechen wir wohlgemerkt von Hardware, die – ausgehend von früheren Zyklen – eigentlich so langsam günstiger werden müsste.
Moderne Konsolen benötigen extrem schnellen Videospeicher (VRAM), um 4K-Grafiken flüssig zu rendern. Genau diese hochspezialisierten Speicherbausteine (wie GDDR6 oder HBM) werden im Jahr 2026 jedoch massenhaft von Tech-Giganten aufgekauft, um riesige KI-Modelle in Serverfarmen zu trainieren, was den Markt für Sony und Microsoft austrocknet.
Angesichts dieser toxischen Marktlage drängt sich daher eine berechtigte Frage auf: Wäre es nicht klüger, die nächste Konsolengeneration schlichtweg zu verschieben? Aus Sicht der Verbraucher lautet die Antwort klar: Ja. Ein echter technologischer Generationssprung erfordert signifikant mehr und vor allem schnelleren Arbeitsspeicher. Der wiederum ist aktuell sehr teuer und wird die Preise für eine PS6 und die Next-Gen-Xbox unweigerlich nach oben treiben. Das beste Beispiel dafür ist Valves Steam Machine, die deutlich teurer ausfällt als ursprünglich geplant. Bei neuen Konsolen besteht somit die Gefahr, dass Verkaufspreise jenseits der 800- oder gar 1.000-Euro-Marke den Massenmarkt kollabieren lassen. Die Alternative wäre, dass Unternehmen ihre Hardware deutlich stärker subventionieren müssten, was wohl nicht zur Diskussion steht.
Die entscheidende Frage ist: Kennt die Realität der Gaming-Industrie eine Pausetaste? Wohl kaum. Nehmen wir mal an, dass die nächste Generation um zwei Jahre verschoben wird. Ist die Technik der Konsole, an der über Jahre hinweg gefeilt wird, dann noch auf dem aktuellen Stand? Zugleich ist der Konsolenmarkt ein strategisches Schachspiel, bei dem niemand als Erster blinzeln möchte. Lässt Microsoft der Konkurrenz den Vortritt, riskiert das Unternehmen den Verlust weiterer Marktanteile; wartet Sony zu lange, könnte der Widersacher einen entscheidenden Vorsprung haben. Ferner lässt sich darüber streiten, ob die PS5 oder Xbox Series X überhaupt schon voll ausgereizt werden. Hier und da vielleicht, aber vermutlich noch nicht vollständig, dennoch gibt es immer diesen Druck – durch Hardcore-Fans und Aktionäre –, das Medium weiter voranzutreiben und mehr Geld zu verdienen – völlig ungeachtet der feindlichen Bedingungen auf dem