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Missing Link: Glasfaserausbau – Inhouse-Verkabelung und die Wohnungswirtschaft
Der Glasfaserausbau in Deutschland gleicht einem Flickenteppich. Während Neubaugebiete profitieren, scheitern andere an bürokratischen Hürden und Renditefragen.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Die Stadt Beelitz liegt im Südwesten von Berlin, das Umland ist berühmt für seine Spargelfelder. Als hier vor über 100 Jahren für Berliner und andere in einem Wald eine Lungenheilanstalt eingerichtet wurde, war noch nicht absehbar, welche Zukunft der im Wald an eine Bahnstrecke zugebaute Ortsteil Heilstätten haben würde. Nach Tuberkulose und giftgasgeschädigten Lungen kam erst ein Militärlazarett – und schlussendlich der Verfall. Heilstätten wurde im Internet vor allem als „Lost Place“ berühmt. Doch damit ist jetzt zumindest teilweise Schluss: Ein Teil von Heilstätten ist neu bebaut – oder wird es noch.
Ein Tochterunternehmen des größten deutschen Wohnimmobilienkonzerns Vonovia entwickelt das attraktive Gebiet. Hauptzielgruppe: Landflüchtende Großstädter, die dennoch eine Anbindung brauchen. Und zwar nicht nur den bis zu zweimal stündlich nach Berlin verkehrenden Regionalexpress und die Autobahn Berlin-Leipzig. Sondern eben auch: Glasfasernetze. So wie auch Kindertagesstätte und Ärzte das Leben vor Ort attraktiv machen sollen, soll hier besonders flottes Internet die Lebensqualität sicherstellen.
Zwischen vielen Neubauten, die den historischen Bauten nachempfunden wurden, steht mitten im Ortskern das ehemalige Heizkraftwerk mit einem imposanten Schornstein. Irgendwo in diesem Ensemble hat Synvia, ein Tochterunternehmen von Vonovia, seine Racks aufgebaut. Von hier aus wird das Internet verteilt. Jedes Haus wird mit Glasfaser angeschlossen: Gewerbe wie Arztpraxen und Supermarkt genauso wie die Grundschule und die Mehr- und Einfamilienhäuser, die hier neu gebaut oder kernsaniert wurden.
Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.
Noch sind einige Ports der Racks frei, denn noch wird gebaut. 1 Gigabit ist das Maximum für Privathaushalte – und die Reserven sind ausreichend vorhanden, betonen die Zuständigen vor Ort in Beelitz, die den Reporter herumführen. Derzeitiger Kassenschlager beim Anbieter Synvia ist ein Tarif, der 375 Megabit pro Sekunde Minimum im Download und 187,5 im Upload garantiert, mit IP-Telefonnummer und Fernsehen. Bei 24 Monaten Mindestlaufzeit und 49 Euro ist das für viele Kunden kalkulierbar und attraktiv.
Nur wenige Meter weiter ist das nicht der Fall: Im Stadtkern von Beelitz hat 1&1 ausgebaut. Die Telekom will im Kern der Stadt ebenfalls Glasfaser anbieten, hat den Ausbau 2025 angekündigt. In manchen anderen Ortsteilen von Beelitz ist von Glasfaser nichts zu sehen – und das wird wohl auch so bleiben. Erst vor wenigen Wochen scheiterte der Versuch, eine ausreichende Anzahl der Bewohner zu einer Nachfragegemeinschaft zu bündeln: Es waren zu wenige Bürger, die am Ende zusammenkamen. Ganze 600 Anschlusswünsche reichten nicht aus.
Glasfaserausbau, das heißt in Deutschland derzeit: Flickenteppich. Und welche Umsetzungsidee am Ende tatsächlich das Licht erblickt, das hängt von vielen Faktoren ab.
Ein wesentlicher ist das Zusammenspiel zwischen Hauseigentümern und Anbietern. Die in den Beelitzer Heilstätten ausbauende Synvia ist dabei ein Sonderfall. Einmal, weil es sich dabei fast vollständig um ein Neubauprojekt handelt. Aber auch aus einem anderen Grund: der Anbieter ist eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Wohnen, die von Vonovia gekauft wurde. „Services“ heißt der Geschäftsbereich, mit dem Großvermieter auch im Telekommunikationsmarkt Fuß fassen wollen. Denn sie haben etwas, was Telekom, Vodafone und alle anderen gerne hätten: den Zugang und die Hoheit über die Gebäude und deren Infras