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Moss-Entwickler Polyarc schließt nach 12 Jahren endgültig seine Pforten
Auf LinkedIn verabschiedet sich das Team hinter der beliebten Abenteuer-Serie. Das Aus reiht sich in ein rabenschwarzes Jahr für die gesamte Branche ein.
Polyarc, das Studio aus Seattle hinter der gefeierten VR-Reihe Moss, schließt nach fast 12 Jahren seine Pforten.
Diese traurige Nachricht verkündete das Team über seinen offiziellen LinkedIn-Account.
"Nach fast 12 Jahren auf der wunderbaren emotionalen Achterbahnfahrt der Spieleentwicklung ist unsere gemeinsame Zeit nun zu Ende", heißt es in dem Beitrag. "Da wir die aktive Entwicklung einstellen, verabschieden wir uns nun voneinander."
"Die jahrelange Zusammenarbeit war uns eine echte Ehre", heißt es in dem Statement weiter. "Es war ein Privileg, die Spieler unserer Titel zu überraschen und zu begeistern. Danke an alle bei Polyarc. Unsere Arbeit ist nun getan."
Die Moss-Titel (2018 und 2022) gehören zu den erfolgreichsten VR-Spielen. Spieler begleiten die kleine Maus Quill durch Diorama-artige Welten und greifen als übermächtige Entität selbst in Umgebungsrätsel ein. Erst kürzlich erschien eine Version ohne VR-Pflicht.
Der Beitrag verlinkt direkt auf eine Reverse-Recruiting-Liste mit den Kontaktdaten der betroffenen Mitarbeiter. Das Team ruft andere Studios dazu auf, sich bei den Fachkräften zu melden. Laut den eigenen Angaben auf LinkedIn beschäftigte Polyarc zuletzt zwischen 11 und 50 Personen. Bereits im März musste das Studio eine Entlassungswelle hinnehmen, da die Finanzierung für ein mittlerweile eingestelltes Projekt geplatzt war.
Das letzte Projekt der Entwickler war Moss: The Forgotten Relic. Der Titel erschien im Juli und brachte die beiden Hauptspiele der Moss-Reihe erstmals ohne VR-Zwang auf den Flatscreen.
Das Aus von Polyarc reiht sich nahtlos in ein rabenschwarzes Jahr für die gesamte VR-Branche ein. Meta startete 2026 mit dem Abbau von rund 1.500 Stellen in seiner Reality-Labs-Sparte. Der Konzern machte gleich drei eigene Studios komplett dicht – Armature, Sanzaru und Twisted Pixel. Das Team von Camouflaj schrumpfte man derweil auf eine absolute Rumpfmannschaft zusammen. Das alles folgte auf bereits heftige Kürzungen Anfang 2025. Inzwischen hat Meta sogar seine kommerziellen Quest-Headsets aus dem Verkauf genommen, um die Investitionen künftig voll auf KI und Smart-Glasses zu fokussieren. Auch abseits von Meta kriselt es: nDreams entließ im März 78 Mitarbeiter und schloss zwei seiner Studios.
Dabei schmiedete Polyarc noch vor wenigen Jahren große Pläne. Das Studio arbeitete unter anderem an einem kompetitiven VR-Multiplayer-Titel, von dem das Team seit der Gründung im Jahr 2015 geträumt hatte. Immerhin: Die bisherigen Spiele des Studios, darunter beide Moss-Abenteuer und The Forgotten Relic, bleiben weiterhin erhältlich.